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kam, ließ er eine Menge Reliquien vor sich hcrtragen, da-mit nicht die in dem Vertrage mit seinen Brüdern enthal-tene Vcrmalcdeiungen über ihn kommen mögten.
(Schmidts Geschichte. 2ter Band. S. 143.)
Der Krieg mit den Donatisien in dem nördlichen Afrika(vom Jahre 311 an bis ins fünfte Jahrhundert), warnicht minder blutig. Ein nnbischer Bischof, Donatus, er-klärte diejenigen Christen, welche die christlichen Bücher andie heidnische Obrigkeit ausgelicfcrt hatten, für Amtsun-fähig. Er trat mit seinen Freunden ganz aus der Gemein-schaft mit der römischen Kirche und stiftete eine Sekte, wel-che gefallene Christen, nicht ohne Wicdertaufe, annahmcn.Diese Sekte zählte im Jahre 330 schon 172 Bischöffe. GrobeSünder wurden von ihnen ganz ausgestoßen, und dievollkommenste Unbescholtenheit des Glaubens und Lebensfür das wesentlichste Merkmal der wahren Kirche erklärt.Das Märtyrthum wurde von ihnen eifrigst gesucht, dahersie sich von den Katholischen freiwillig umbringen ließen.— Der Kaiser Honorius ließ sich bereden, die strengstenStrafverfügungen anzuwenden. 300 Bischöffe, und vieleTausend niedere Geistlichen, wurden gewaltsam von ihrenKirchen getrennt, ihrer Güter beraubt, theils verbannt,theils hingerichtet.
In den Jahren 612 bis 712 wurden die Juden in Spa-nien unmenschlich verfolgt.
So zwang man 90,000 Juden, sich taufen zu lassen.Diejenigen, welche sich dazu nicht entschließen konnten,wurden gemartert. —
In Ansehung der Bilder in den Kirchen erhob sich schonim fünften Jahrhundert ein Streit unter den Christen.Gregor U. und III. behaupteten, die-Apostel hätten schon