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Der Kampf der Finsterniß mit dem Lichte des neunzehnten Jahrhunderts
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hätten; allein die uneingeweihete Obrigkeit wurde mitSchmach und Schimpf aus der Versammlung der Heiligengetrieben, und Nestor seines Amts entsetzt. Der Urtheilsrspruch, worin man den Nestor boshaft den neuen Judas !nannte, wurde in den Straßen von Ephesus angeschlagen,und ausgerufen. Am fünften Tage verminderte sich indeßder Triumph durch die Ankunft der östlichen Bischöffe. —Mit gleicher Eile und Gewaltthätigkeit entsetzte die orien-talische Synode (von 50 Bischöffen) den Cyrill, und schil-derte ihn als ein Ungeheuer, geboren und erzogen zur Zer-störung der Kirche. — Die Truppen, welche zum Sturmeanrückten, wurden von dem Pöbel und den Anhängern desCyrills zurück geschlagen. — Der Kaiser Theodosius ver-suchte die Güte; allein die Orientalen wollten nicht nachge-ben, und die Katholischen, stolz auf ihre Anzahl und aufihre italienischen Bundesgenossen, verwarfen alle Vereini-gungs- oder Duldungs-Vorschläge. Die Unruhen gingenin der Art fort, daß der Kaiser in die Worte ausbrach:»Gott ist mein Zeuge, daß ich nicht der Urheber dieser»Verwirrung bin; seine Vorsehung wird die Schuldigen»entdecken und strafen; kehrt in eure Provinzen zurück!»Möchten doch eure Privattugendcn das Unheil und die»Acrgerniß eurer Zusammenkunft verbessern!« CyrillsSieg war entschieden und seitdem ward Maria nicht nurbei den Katholiken, sondern später auch bei den Protestan-ten, welche den Konzilicnbeschlüssen zu Nicäa (vom Jahr325) zu Ephesus (vom Jahr 434) und von Chalzedon(vom Jahre 454) beigetreten sind, als Mutter Got-tes angenommen, weil in letzter« beiden der Name: Gotttesgebährerin festgesetzt ist.

Auch haben 70 spanische Bischöffe in Toledo das ver-besserte Nicäische Glaubensbekenntniß, durch den Aus-spruch: daß der heilige Geist vom Vater und Sohneausgehe, angenommen. Dieser Ansspruch veranlaßte nach-