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aboc zum Müßiggang führen. Ein Verzeichniß aus denCrimnal-Acten über die Zahl der Verbrechen und aus denKirchenbüchern die Zahl der unehelichen Kinder in einemStank würde hierüber ein entscheidendes Licht verbreiten.Jede Religion verbietet diese Laster, nur der Unterschiedim Hardcln hat wohl unstreitig seinen Grund im Müßig-gang. Dieses wußten die alten Christen sehr wohl; daherhieß es bei ihnen: arbeitet und schaffet mit den Händenetwas Gutes — im Schweiß deines Angesichts sollst dudein Brod essen — Müßiggang ist des Teufels Ruhebank.Paris hat, öffentlichen Nachrichten zufolge, nach den Ge-burtslisten (s. französischen Mercurh jährlich 20 bis 24000uneheliche Kinder, wovon doch wohl der Grund in demhäufigen Müßiggang liegt. Will man sich hievon nochmehr überzeugen, so ziehe man eine Parallele zwischen ei«ner thätigen Fabrikstadt und einer andern von gleicherVolksmenge, wo viele Festtage und viele Müßiggängersind. *)
Daß der Verfasser dieser Bemerkungen nicht unrecht hat,und daß die Wallfahrten seit dem Sturze Napoleons inden Rheinprovinzen noch in e.nem höhern Grade zngenom«
») Zu den Zeiten der Kaiserin Maria Theresia arbeiteten vielevangelische Bergleute zu Geising auf den Bergwerken Zinn-wald in Böhmen an der Sächsischen Grenze. Plötzlich erlaßtdie Kaiserin einen Befehl, daß von einem bestimmten Tage an,nur katholischen Bergleuten erlaubt seyn soll, auf dem Zinn'walde zu arbeiten. Durch diese M aasregel sollten die Evan'gelischen daselbst in den Schooß der römischen Kirche zurückgeführt werden. Allein die Bergleute versuchten es, ob nicht derStrich des Zinn-Erzes über die Grenze in das Sächsische Gebietanzutreffen sey z sie finden daselbst eben so reiche Zinngrubenals in Böhmen, und es entstand daselbst ein blühender Ortzur Strafe Oestreichs für seine Intoleranz. (S. Gesellschafteroder Blätter für Geist und Herz. Berlin 1821.)