Druckschrift 
5 (1837) Andachtsbuch für die Jugend
Entstehung
Seite
510
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Mit dem Geftihle der Unwürdigkeit Deiner Wohlthaten,großer Gott, stammle ich Dir dennoch heißen Dank für dasGute, was Du mir auch in dem verflossenen Jahre gegeben.Und Alles, was Du gabst, war gut. Dank Dir für so manchestille Freude, die ich durch Deine Huld genoß, Dank Dir fürso manchen Segen meiner Arbeit, Dank Dir für das Glück derMeiniqcn, die sich noch mit mir des Erdenlebens und DeinerVatergütc freuen können. Aber Dank Dir auch für die Thränen-stundcn, für die Widerwärtigkeiten, für die ernst warnendenSchicksale, welche an mir vvrüberzogen, und mich lehrten,wer ich sein müsse, um Dir zu gehören, und einer dauerhaftenZufriedenheit theilhaftig zu ftin. Dank Dir für die Leiden, diemich schon frühe beugten! So bitter auch der Kelch sein mochte,welchen mir der Leidensengel reichte ich nahm ihn, Vater,und nahm ihn mit der kindlichen Ucberzeugung, er sei eineArznei für meine Seele, die zu erkranken drohte.

Vater, nur Dank bringe, Dir dar, keine Bitte! Ach,ehe wir das, was uns nützt, einschen können, hast Du es unsschon gegeben. Darum gehe ich ohne Furcht in die Zukunfthinein. Du bist, Du bleibst unwandelbar mein Gott und derMeinigen Vater. Dein Wille geschehe!

Bleib bei uns mit Deiner Gnade, auch wenn cs Abendwird in unserm Lebenslauf! Verleihe uns Kraft, nur Dichimmer besser zu erkennen; dann werden wir, gestärkt durch dasWork Deines ewig n Sohnes, das ewige Ziel nicht verfehlen,das Du uns gesteckt hast.

Ehre und Lob und Anbetung Dir, o Gott, in den Höhen,Friede auf Erden, und den Menschen ein Wohlgefallen! Amen.