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5 (1837) Andachtsbuch für die Jugend
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glücklichen, daß sie Keiner kennen will, und daß sie von denenam meisten gemieden werden, die vormals in glücklichern Zeitenihre größten Bewunderer, ihre Verehrer, ihre Schmeichlerwaren?

Allein die Jünger Jesu blieben ihrer Liebe und Verehrung<auch unter dem schrecklichsten Schicksale treu, welches ihremLehrer, ihrem Freunde widerfuhr, und Petrus, der einen Augen-blick nur aus Mcnschenfurcht wanken konnte, wusch mit denbittersten Thronen der Reue die Schmach seiner Seele ab. Alleblieben vereint. Siegreich erschien er ihnen noch einigemalwieder, nachdem er die Banden des Todes gesprengt hatte.

Mit heiliger Ehrfurcht/mit frommem Entzücken empfingensie ihn; nicht mehr mit jener ruhigen Zutraulichkeit, wie derMensch den Menschen, sondern wie eine verklärte Erscheinungbesserer Welten; mit heiliger Ehrfurcht, mit frommem Ent-zücken sahen sie ihn zurückschweben. Die Jünger Jesu waren«infam. Sie waren ohne Jesum, ohne Trost.

Aber himmlische Tröstung kam über sie am feierlichen TageDer Pfingsten. Ihre Gemüther alle entbrannten vom heiligenGeiste. Sie erhoben sich Alle. Sie predigten Jesum und seinHimmelreich laut. Sie zitterten nicht mehr vor der Wuth desPöbels, vor dem Haß der Priester, vor dem Richterstuhl derGroßen, vor dem Thron der Herrscher, ihn, und immer ihn,rrnd nur ihn zu bekennen.

Der Zustand, die Gesinnungsart und das Betragen d?rJünger Jesu, als sie ohne Jesum waren, ist für mich sehrwichtig und herzerhebend. Es liegt darin selbst für meine Gc-sinnungsart über Jesum viel Belehrendes, und verdient wohlder Gegenstand frommer Betrachtungen zu sein an diesem Tage.Versetze ich mich im Geist in die Lage der Jünger, die nun fürihre ganze Lebenszeit von ihrem Wohlthärer, Lehrer und ein-zigen Freund getrennt waren: so fühle ich die Tiefe ihresSchmerzes und die Wehmuth verlassener Liebe. Wer hätteDiesen Schmerz noch nicht empfunden! Ich darf nur zurück-Denken an das theure Gut meines Herzens, das auch ich durchDie Hand des Todes verlor. Gott sah meinen sprachlosen Jammer,