kommen; wie ^u dem Uolke auswichest, wenn es Dich zuseinem Anführer und König auSrufen wollte: — ach, was istdagegen mein Leben? wie arm ist eS an gottseligen Gesinnungenund Thaten! wie lieblos bcurtheile und behandle ich oft meineNebenmenschenl wie eigennützig und auf Lob bin ich erpicht,wenn ich einmal eine gemeinnützige Handlung begehe! wie wenigdenke ich daran, Jesus, ganz in Dir, in Deiner göttlichen Lehrezu leben!
Ja, diese Lehre, welche Du uns vom Himmel brachtest,um uns zum Himmel zu leiten; dieser Glaube, der uns überalles Irdische zum ewigen Vater emporhebt; diese Offen-barungen, welche das Gehcimniß unserer Zukunft entsiegelten,sind unsere einzige Seligkeit, geben uns die verlorne Menschen-würde wieder, sind unser letzter Trost im Leiden und im Tode:..
Viele weise, viele gottbegcisterte Männer hatten schon vorDir den Menschen den Weg des Heils gepredigt — aber wieunvollkommen, mangelhaft und zweifelhaft war ihre Lehre!Du erschienest, und Dein Wort ist das vollendetste, was je ge-redet ward. Unter allen Sterblichen vor Deiner Geburt hattekeiner die himmlischen Wahrheiten geahnet, ihre Größe, dieDu, Göttlicher, den Kindern des Staubes in Klarheit undwunderbarer Einfalt gäbest, daß sic auch selbst vom Geist der- Unmündigen begriffen wurden. Und die Erfahrensten, die Ge-lehrtesten, die Weisesten aller Nationen, welche nach Dir kamen,waren unfähig, etwas Größeres, etwas Vollendeteres zu lehren-Alle Geister, auch dis Erleuchtetsten unter denMenschen, kehrten immer wieder zu Dir zurück, undzu Deinem Wort. — Und wenn auf Erden keine Wundermehr geschehen, um die Göttlichkeit Deines Wortes, o JesuSChristus, zu verbürgen, so dauert das unwidersprechliche Wunderunter uns fort bis zum letzten der Tage, daß die höchste Weis-heit aller Menschen vor und nach Dir keine vollkommenere Lehreerfinden konnte; daß Dein Mund der einzige war, der sie mdie Welt brachte, und die Weisheit aller Sterblichen vor Dirverstummt!