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5 (1837) Andachtsbuch für die Jugend
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Zwar deine Schwermuth ist ehrenvoll. Sie quillt aus demBewußtsein deiner Unwürdigkcit. Deine Schwermuth istwohlthätig, denn durch sic reifest du zur Erkennung deinerSündhaftigkeit und der Gnade Gottes, und wie sehr du der-selben bedarfst, und wie du nichts durch deine eigene Kraft,nichts durch dein eigenes Verdienst erwerben kannst, sondernAlles, Alles von der Gnade des Allgnädigen erwarten mußt.Aber, wenn du sprichst und glaubst: Gott ist unser Vater, Gottist der Allerbarmer er ist es für die Welt, und ist es auch fürdich!, warum beharrst du in deiner Niedergeschlagenheit?warum in deinem Verzweifeln an seiner Gnade? Warumgibt dieser trostvolle Gedanke, in welchem ein ganzer Himmeleingeschlossen ist, dir keinen Trost? Warum bekennt deineLippe eine Wahrheit, die dein Herz gleichsam wegläugnct?Deine Reue, deine Zerknirschung ist schön, aber sic ist cs nur,sls Vorbote deiner Buße, das heißt, deiner Sinnesänderung.Hast du deinen Sinn geändert, bist du nun wahrhaft, wo duehemals untreu, liebevoll, versshn ich, hilfreich, wo du ehe-mals hartherzig, feindselig, gleichgüliig gewesen: so vergiß,was Gott dir gnädig verziehen; so sinke im Geiste gläubig und-vertrauensvoll an das Herz des Allerbarmers, und bleibe ihmnun getreu; so zeuge nun die stille Fre digkcit deines GcmüthesDafür, daß deine Zuversicht auf das ewig treue Vaterherznicht erheuchelt, nicht erkünstelt, s.md rn wahr und fest sei.

Jene anhaltende Ni.dergcsch agenhn'l, jene beständige geistigeTrostlosigkeit ist nicht nur Gott nicht angenehm ach! wiekönnte doch die höchste Liebe Gefallen sturen am steten Jammereines Kindes! sonoern sie beweist, daß in einem Herzen,welches sich der düstern Schwerin ith und Verzweiflung albereläßt, die Religion Jesu nicht feste Wurzel gefaßt habe. Dennwer den Vater im Himmel kennt, der weiß, daß er gütiger ist>>als ein irdischer Vater, als eine irdische Mutter, und, o!wo ist denn ein gu c Vater, wo örnn eine labende Mutter aufErden, die dem Fehltritt eines Kindes ewig zürnen, und dienicht das schwerste Vergeben endlich ve-zeihen könnten? Undwie fehlen wir denn gegen Gott? Wahrlich nicht aus Bosheit.