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5 (1837) Andachtsbuch für die Jugend
Entstehung
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407
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43 .

Das Grab der Freunde.

Joh. 11/ 25 .

O/ trag nur stillen / festen MuthesDie aufcrlegte schwere Last!

Der Allerbeste will nur Gutes!

Denk' nie: die Liebe zürnt und haßt.

Gott / der da schuf das Vaterherz /

Er hätte Freud' an Kindcrschmcrz?

Er nahm/ was er dir hat gegeben;

Einst gibt er/ was er hier dir nahm.

Nur Vorübung ist dieses Leben/

Und gut ist/ was von Gott uns kam.

Das dunkle Räthsel dieser ZeitLös't herrlich einst die Ewigkeit.

Au euch zu euch eilt meine Seele, o ihr Seligentschlafenen,die ihr im weichen Arm des Todes ruhet! Zu euch eilt meineSeele, o ihr theuern Lieblinge, deren Gebein nun ein leichterStaub deckt, deren unsterblicher Geist nun vor Christo lächeltin einer ewigen schonen Welt! zu euch, um die ich so gernim Leben war, die ihr mich mit Zärtlichkeit gelickt habet, andenen mein Herz voll Liebe hing die ihr mir entflöhet, mirvoranginget in die geheimnißvolle Herrlichkeit der Zukunft, welcheGott bereitet hat denen, die ihm vertrauen und ihn lieben!

Ich will das Andenken meiner geliebten Tobten ehren; darumeilt meine Seele zu ihren Gräbern. Ich will alle meine schönenErinnerungen beweinen; die Thräncn sind ein edler Zoll derMenschheit; das letzte Opfer treuer Zärtlichkeit. Ach, wasich so heiß geliebt, es schlummert! Mein Arm streckt sich vergebensaus; mein leiser Seufzer ruft vergebens den mir so theuernNamen; und meine Thränen fließen ungesehen!

Heilig sei mir die stille Ruhestätte der Tobten; da ruht dasEdelste, das köstlichste des Menschen, das Kleinod seiner Liebe.Wir nennen diese Ruhestätte oft Gottesacker. Wohl ist sie oftGottes Acker, wo die herrlichste Saat gesäct ist, dem Tage derGarben entgegenzureifen.