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5 (1837) Andachtsbuch für die Jugend
Entstehung
Seite
386
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Psalm 111, 4 .

Preis Dir, Vater, für mein Leben!Laut soll Dich mein Lied erheben.

Ganz sich meine Seele freu'n,

Lobgesang mein Herz nur sein!

Worte zwar sind arm und schwächenDeiner Liebe Gluth und Licht;

Nein, mit Zungen auszusprechen,

Gott, ist Deine Liebe nicht.

Du hast, ewig mir gewogen,

Mich von Kindheit an erzogen.

Mich ernähret, mich gestärkt.

Jeden Schritt hast Du bemerkt;

Mich geleitet alle Tage,

Gütig, mächtig, wunderbar;

Wogest auf der Weisheit WageFreuden mir und Thränen dar.

Bis aus heut, bis diese Stunde(Preis sei Dir aus meinem Munde,-Dank aus vollem Herzen Dir!)

Warst Du, Gott, mein Gott, mir nnr.O mein Vater voller Liebe,

Der Du mich zum Glück erschufst,Bleibe mir mit Deiner Liebe,

Bis Du mich zu Dir berufst!

Gewöhnlich werden von denen, welche sich irgend eines Wohk^standes zu erfreuen haben, der Geburtstag, oder statt dessender Namenstag, mit kleinen Geschenken, Angebinden und Lust-barkeiten gefeiert. Diese Sitte ist zu unschuldig, zu angenehm,zu wichtig sogar für das Herz, als daß man sie nicht beibehaltcnsollte; und immer ist sie der Aufmerksamkeit des Christen werth.An solchen Tagen pflegen uns die Glückwünsche wohlmeinendemFreunde zu begegnen. An solchen Tagen suchen dankbare Kinderihren Aeltern, edle Zöglinge ihrem Lehrherrn, die Gattin demtreuen Gatten, der Gatte dem geliebten Weibe, Vater undMutter dem Kinde, eine freudige Ueberraschung zu verschaffen.And auch derjenige, für welchen der jährlich wiederkehrendeGeburtstag kein Familienfest ist, pflegt ihn nicht leicht vorüber