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5 (1837) Andachtsbuch für die Jugend
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Bezahlen läßt sich das irdische Geschenk, und das Verweslich«mit Goldstücken aufwiegen, aber nicht das Geistige. Kannst dudie Thronen bezahlen, die der Kummer deiner guten Mutterdeinetwillen ihren Augen erpreßte? Kannst du ihre Seufzerbezahlen oder die mit Sorge für dich durchwachten Nächte deKVaters? Eben so wenig magst du die Sorge, das angreifendrNachdenken, die zahllosen Mühen deines Lehrers bezahlen, derfür deine Geistesverherrlichung arbeitete.

Und bedenke, wie undankbar an sich selbst ist der größte Theikder Arbeiten eines Lehrers! Jeder Taglöhner weiß am Ende desGeschäftes, was er geleistet hat: aber der Lehrer weiß es nichtsihm ist cs fremd, ob sein Wort nur in das Ohr oder auch mdas Herz drang. Der Landmann sieht seine ausgestreute Saatendlich mit grünen Keimen aus dem Schoose der Erde hervor»dringen, und lohnende Früchte tragen, die seine Tagewerke br»lohnen. Aber in ein unbekanntes dunkeles Gebiet, in das Gebiet:dcr Geister, streut der fromme Lehrer seine Saat hin, und obsie auf Felsen oder guten Boden falle, er kann es nicht beurrheilcn»Er hat nichts, als sein stilles Vertrauen zu Gott; nichts für si6Hals die Güte seines Willens und die Reinheit seiner Absichten.Ach, wie manchen Tag seines Lebens lebte und lehrte ec ver-gebens ! Wie manche Nacht sorgte er umsonst! Er wird grauunter der Last der Jahre und Arbeiten, ob er auch nur die Hälfte:des Guten bewirkt habe, das er gethan haben möchte.

Darum will ich, wie die heilige Schrift gebeut, erkennen,,die an mir arbeiten in dem Herrn, und mich vermahnen. Mil-den wenigen Edeln auf Erden, denen ihr zur Unsterblichkeitgerufener Geist wichtiger, als jede irdische Nahrungssorge ist^will ich meine christliche Dankbegicrde denen bezeugen, diemeinem Geiste Wohlthäter, meinem Herzen freundliche Tröstergeworden sind.

Wie aber kann ich meine Erkenntlichkeit gegen die Erweckermeines brffe.n Sinnes, gegen die Gehilfen meines Jesu aufdie würdigste Art an den Tag legen?

Beweise ihnen in allen Verhältnissen diejenige innere undäußere Ehrfurcht, welche wir der Weisheit, Tugend und

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