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5 (1837) Andachtsbuch für die Jugend
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16.

In E r k e n n t n t ß wachsen.

Luk. 2, 52.

O gib, daß ich es fühle, wie so naheDu, Gott, mir sci'st; und daß ich Licht empfahe,Und Kenntniß, um in Deinen WunderwerkenAuf Dich zu merken.

Und was ich lerne, denke oder sehe,

Das leite mich empor zur Gotteshöhe;

Das leite mich, das Gute nur zu wählen,

Und nie zu fehlen.

ES stärke mich der Trost, vor Deinem ThroneAuch zu cmpfahn die Ucberwindcrkrone;

Die Hoffnung, dort, was wir hier dunkel finden,

Hell zu ergründen.

iDie Jugendgeschichte Jcsu Christi ist uns fast ganz unbekannt.Wie lehrreich müßte sie uns sein, wenn sie uns aufbehaltcnworden wäre! Nur von den drei letzten Jahren des göttlichenWeltlehrers haben wir nähere Nachrichten; freilich es waren diewichtigsten für die gcsammte Menschheit; es waren diejenigen,welche öffentlich unter den Augen alles Volkes verlebt wurden,mnd von den Augenzeugen selbst beschrieben werden konnten.Aber wie und wo war Jesus in dem langen Zeitraum von bei-nahe dreißig Jahren vorher? Auch die Spiele dieses Kindeswürden mich entzückt haben; auch die Geschäfte des göttlichenJünglings würden meinem Geist und Herzen Nahrung gegebenhaben. Was läßt mich nicht schon der einzige Zug ahnen,welchen der Evangelist Lukas von dem zwölfjährigen Knabenerzählt, da ihn die Aeltern in Jerusalem verloren hatten, und-nach langem Suchen im Tempel fanden, wo er mitten unter denLehrern horchend saß, und mit Wißbegierde fragte, um sichzu belehren und mit Einsichten zu bereichern, und schon durchseine Antworten bewies, daß er im Stillen für sich über diehohen Wahrheiten nachgedacht habe, über welche er sich nunmit ihnen unterhielt! Sie erstaunten über die Verständigkeitdes wunderbaren Knaben.