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5 (1837) Andachtsbuch für die Jugend
Entstehung
Seite
65
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um mich her arbeiten sehen, ohne ihnen nach meinen Kräftenzu erwiedern?

Nein, so lange ich Kräfte habe und sie in belebender Gesundheitblühen, will ich mich ihrer zum Wohl meiner Angehörigen undmeiner selbst bedienen, und zur Beförderung der allgemeinenGlückseligkeit! Auch ich bin dazu dein heiliges Werkzeugsollte ich mich selbst entheiligen oder untauglich machen? Derreiche Müßiggänger wie der träge Bettler am Wege sind dieentbehrlichsten und verächtlichsten Genossen der menschlichenGesellschaft; sollte ich ihnen durch Unthätigkeit oder falscheAnwendung meiner Kräfte ähnlich werden?

In Deinem Reiche, o Herr und Gott, ist kein Ohngefähr!Kein Ohngefähr gab mir absichtlos mancherlei brauchbareAnlagen/Fähigkeiten und irdische Mittel, die vielen Andernfehlen: Du gabst sie! Werde ich Dir einst nicht zur Rechenschaftstehen müssen, wie ich sie benutzte?

Lehre mich täglich weiser werden, o Gott, mein Gott, daßich in der Glückseligkeit Aller, die ich nach Maßgabe meinerMittel befördern helfe, meine eigene Glückseligkeit gründe.Amen.