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5 (1837) Andachtsbuch für die Jugend
Entstehung
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5.

Selbstbeherrschung»

Rom. «/ <2.

Mit Dir soll mir'S gelingen/ hierDir ähnlich/ Gott/ zu werden;

Zur Heiligkeit erwählt von Dir /

Dein Bild/ Dein Ruhm auf Erden.

Herr über j ' ! Leidenschaft/

Zu kämpfen mit den Sünden;

Und / angethan mit deiner Kraft/

Den Hang zu allen Sünden/

Sich selbst zu überwinden.

Gelingen soll durch Dich cs mirIn meiner Wallfahrt Zeiten/

Durch edler Werke Saaten hier/

Dort Aernken zu bereiten.

Ich will/ so weit ich kan»/ erfreu'n.

Was Heil bringt/ gern vollbringen;

Ein leuchtend Beispiel Andern sein/

Die Laster zu bezwingen.

Mit Dir soll mir'S gelingen.

selbst die Weisen des heidnischen Altcrthums, selbst die Völkereiner früher» Vorwelt erstaunten schon über den Widerspruchdes Guten und Bösen im Menschen. Sie erstaunten, wie der-selbige Sterbliche sich durch die Unmäßigkeit seiner Begierden,gleich einem wahnsinnigen Selbstmörder, zu Grunde richten,und dennoch Andere vor seinen Lastern warnen könnte. Umsich diesen Widerspruch zu erklären, daß die Leute, bei allerEinsicht des Rechten, doch dasselbe nicht thzm, und, bei allemAbscheu vor dem Unrecht, cs dennoch üben, glaubten ehemalsViele, der Mensch habe eine doppelte Seele in seinem Leibe.Andere glaubten, er habe einen guten und einen bösen Engelan seiner Seite, die ihm seine Gedanken einflüsterten. Andereglaubten, es sei der Satan, welcher durch Zulässigkeit Gottesden Menschen zum Bösen verführe. Aber die heilige Schriftvernichtet diesen Irrthum. Nicht Gott ist's, der uns zumBösen versucht, oder von unreinen Geistern versuchen läßt;