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5 (1837) Andachtsbuch für die Jugend
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Die Jungfrau.

i. Petri s, 3. 4.

Gott, laß mich täglich mein GewissenVor dir erforschen; laß mich rein,

Vor selbst gesuchten FinsternissenGesichert, immer wachsam sein.

Stets aufmerksamer zeig' es mir.

Was recht ist, Gott, und gut vor Dir.

Um mich zu sichern vor Gefahren,

Laß vor der Sclbstzerstrcuung michMein leicht empfänglich Her; bewahren.

Auf nichts so achten, als auf Dich,

Auf Deine Stimm', auf Dein Gebot,

Auf Dein Gericht, auf meinen Tod l

Auch zu dir, junge Christin, will ich mich wenden, die duheute noch im Schmuck der Jugend einhergehst, vielleicht vonSchmeichlern umringt bist zu dir, Jungfrau, du, heutevielleicht noch die schönste Hoffnung oder die bängste Sorgedeiner Aeltern und Verwandten!

Wirf dieses Blatt nicht ungelesen von dir es redet mitdir von deinen künftigen Schicksalen, von deinen Aussichten,vom Glück deiner gegenwärtigen und bevorstehenden Tage. Wirfdies Blatt nicht ungelesen von dir es ist ein Wink der überAlles waltenden Vorsehung, welche dir dasselbe in die Handgab. Sein Inhalt rettet dich vielleicht von Gefahren, überwelchen du wie über einem verborgenen Abgrund hinwandelst:sein Inhalt gewährt dir vielleicht Trost für einen heimlichenSchmerz, der dein Gemüth quält; sein Inhalt bereitet dichvielleicht vor, gefaßter und stärker jedes künftige Ereigniß zuempfangen, welches dich in der Zukunft erwartet.

Denn ungewisser, als das Schicksal des Jünglings, ist dasSchicksal der Jungfrau. Der Mann tritt mit eigener Kraft mdie verworrenen Verhältnisse des Lebens ein; wählt seinenv. 2