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5 (1837) Andachtsbuch für die Jugend
Entstehung
Seite
23
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ake Künste einer sogenannten feinen Lebensart und durch darfade Sprache der Höflichkeit und Schmeichelei hcrvorzubringerrdich bemühen würdest.

Ehre dich selb er im Umgänge der Personen des»andern Geschlechts tändle nicht mit deinen Empfin-dungen, die die heiligsten sein sollen, weil du sie einst vielleichteiner tugendhaften Gattin weihen sollst; sei Herr deiner selbst,-und dulde es nicht an dir, daß eine blinde Leidenschaft beimInneres überwältige und verzehre: eine Leidenschaft, welchedich zum Spott Anderer und dir selbst zum Gegenstand gerechter-Verachtung herabwürdigt. Verweichliche dich nicht mit unmänn-liehen Empfindeleicn; betrüge dich nicht mit Selbsttäuschungen-!deiner Eitelkeit; noch weniger werde Verbrecher an der Ruhteines glücklichen Herzens, indem du Leidenschaften hervor-zurufen suchst, die deine Verhältnisse dir nicht zu befriedigengestatten.

Jüngling, und empfindest du Liebe, deiner-würdig: so ehre die Unschuld, den Namen, die"Ruhe, die glückliche Gemüthsstille der Geliebtenum so mehr, je mehr du sie liebst. Kann Liebe das'Elend des geliebten Gegenstandes "begehren? Bekämpfe dichselbst, schweige, meide, und sei Mann. Diese Seelengröße'wird dich mit wahrer Hochachtung für dich selbst erfüllendu wirst des Glücks genießen, bewundert zu sein, liebenswürdig!gefunden zu werden, ohne den Frieden eines fremden Herzens,ohne den Frieden deines eigenen durch Einflüsterungen derEitelkeit zu stören.

Rein, wie dein Herz, halte deinen Leib. Wehe,wenn der Fluch der Wollust in deinem Blute wüthcte, und du'ein Dpfer deiner thierischen Begierden sänkest, dir selbst untreu,umreu dem leisen Wunsche deiner Aeltern, untreu deinemGott! Magst du hintreten ohne Errölhen und innern Vor-wurf unter die Schuldlosen deines Alters? Magst du einsteinem tugendhaften Weibe die Hand zur ewigen Verbindung

mit reinem Bewußtsein darbieten?-Ehre dich selbst; und

du wirst geehrt werden. Die himmlische Empfindung der Reim