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Börsen-Handbuch oder gründliche Darstellung des gesammten Börsen-Verkehrs und der Staatspapier-Geschäfte : enth. d. praktische Anleitg zu deren Berechnung ... ; mit histor. Einl. über Staatsanleihen u. deren Tilgung
Entstehung
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wurden die Zinsen auf die Hälfte herabge-setzt, und auch diese nur in Papiergeld, dasselbst wenig Werth hatte, ausbezahlt. Durchdieses Papiergeld, das ganz ohne Mafs aus-gegeben wurde, zog sich Oestreich eine un-geheure Last zu, und sein Schuldenwesengerieth hierdurch auch in einen ganz eigen-tümlichen Zustand. Dies geschah vornehm-lich durch die Wiener Stadtbank, derenBanknoten, nachdem sie 1797 einen gezwun-genen Cours erhielten und nicht mehr, wiefrüherhin, von der Bank eingewechselt wur-den, im Jahr 1811 aber, wo 1000 Milk Fl.davon im Umlauf waren, auf ihres Nenn-wertes standen. Die Einlösung dieser Bank-noten , die in diesem Jahre erfolgte, w ar we-nig geeignet, den gesunkenen Credit wiederzu beleben, da sie nur in einem Umtauschgegen ein anderes Papier, Einlösungs-scheine genannt, bestand, und für einen5 fachen Werth in Banknoten nur 1 in Ein-lösungsscheinen vergütet ward, und später-hin noch ein neues Papiergeld im Belauf von45 Milk Fk, Anticipationsscheine ge-nannt, hinzukam. Erst nach dem Friedenvon Paris, in welchem Oestreich seine alteMacht wieder erlangte, war es möglich, demganzen Finanzwesen eine weise neue Ein-richtung zu geben, und hierdurch sowohldie verzinslichen Schulden, als die Masso