Druckschrift 
2 (1830)
Entstehung
Seite
400
Einzelbild herunterladen
 

4oo

die Knochen - Höhlen , stehen immer in Vcrhindun»mit der Oberfläche der Erde. Ich kenne kein Bei-spiel , wo die Oeffnung mit festen Schichten bedeckt,oder auch nur durch alte Laven *) gänzlich ver-schlossen wäre.

Kalksinter, Stalactitcn und Stalagmiten, bedeckenund umhüllen endlich diese Trümmergesteine; zu-weilen dringen sic in ihre Vertiefungen, zuweilenhelfen ihre Fragmente die Knochen-Brcccicn bilden,und diese Erscheinung kömmt, wie wir gleich sehenwerden, eben so sehr den Spalten mit Knochen wieden Höhlen zu.

Dieses sind die vorzüglichsten Cliaractcre dieserGruppe von Gebirgsbildungen.

Wir wollen jetzt die Umstände untersuchen,welche jedem dieser Vorkommnisse insbesondere zu-kommen.

i. Knochen-Höhlen.

Die Höhlen sind winkelige unterirdische Vertiefun-gen , welche in ihrer Erstreckung zahlreiche Erwei-terungen und Verengerungen darbieten deren niegleichlaufende Wände wie abgenutzt und selbst wieangefressen durch den Strom eines Fluidums erschei-nen. Bald finden sie sich nahe dem Gipfel der Berge

*) Unter alten Laven verstehe ich jede durch Feuer li-quid gewesene und geflossene Fclsart.