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wußte man ebenfalls, daß sie sich durch die War-me verstärkt, und daß sich vermittelst zujammen-gepreßter Luft Windbüchsen verfertigen lassen,die eine den Schießgewehren ähnliche Wirkungthun. So fand auch Ioh. Bernoulli, daßin einem Körngen Pulver sehr viele zusammen-gepreßte Luft eingeschlossen feye, welche sich durchdie Entzündung des Pulvers losdehnet, elastischwird, und sich in einen bey hundert und mehrmalgrösser» Raum ausbreitet. Aehnliche Versuche' finden sich irr des Httles Ve^erable 8raric. End-lich war auch von Mariotcms Zeit an dasGesetz bekannt, nach welchem die Schnellkraftder Luft bey grösserer Zujammenpressung ver-stärkt wird. Eben so wußte man auch, nachwelchem Gesetze die zusammengepreßte Luft, in-dem sie sich ausbreitet, eilten Körper von sichtrei-ben, und demselben immer mehrere Grade vonGeschwindigkeit mittheilen kamt. Und so konntees allerdings scheinen, daß man von da an biszu der Bestimmung der Kraft des Schießpulversnicht mehr weit zu gehen hätte.
§. 5. Indessen war es aller dieser vorläufi-gen Kenntnisse und Hülfsmittel unerachtet, wonicht unumgänglich nothwendig, doch wenigstenssehr rathsam, daß man auf Mittel dachte, dieKraft des Schießpulvers unmittelbar zu bestim-men. Denn wenn matt auch setzt, das; dieMenge der in eitler Ladung Pulvers befindlichenLuft, nach der Bernoullischen oder Hales'-schm Art, genau gefunden werden könne, so ist
diese