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v. Tschirnhaus.
B. Linie Kieslingswalde.
Friedrichs v. T. auf Kieslingswalde und Haugsdorf zweiter Lohn:Friedrich d. I. v. T. erbte von seinem Vater das Gut Kieslingswalde.Km 17. Mai 1563 wurde er mit dem Gute K. samt Zubehör belehnt H.Im Jahre 1592 am 26. November nahm er, damals Görlitzischer Landes-ältester, an einem Ritterrecht oder einer Ehrentafel in Bautzen als einerder Beisitzer teil^). In demselben Jahre (1592) noch wurde er Rmts-hauptmann zu Görlitz"). von der Stadt Lauban erwarb er das an seinGut Kieslingswalde nach Süden anstoßende Gut Stolzenberg undempfing es am 7. Juli 1594 zu Lehn, ebenso auch drei Bauern zu Kies-lingswalde, die zu Erbe gelegen, er ausgekauft und zum Vorwerkgeschlagen und die er, gleichwie auch den Stolzenberger Richter, aus Erbein Lehn verwandeltes, vor dem Jahre 1600 erwarb er ferner vomKaiser das diesem heimgefallene halbe Gut Libau (8>V von Herrnhut)°).Friedrich d. I. starb am 21. Mai 1602°). Er war vermählt: 1. mitTatharina v. Gersdorss a. d. H. Gerlachsheim, die er am 5. Dezember1572 aus Kieslingswalde verleibgedingen ließH; II. mit Dorothea„Hubrig" (v. Hohberg). Rm 20. Dezember 1583 verleibgedingte er sieaus Kieslingswalde 2).
Friedrich d. I. hinterließ zwei Söhne: a. Hans Friedrich;b. Georg Ernst.
a. In brüderlicher Teilung fielen an Hans Friedrich die GüterKieslingswalde und Stolzenberg, Georg Ernst erhielt Geld. DasLehngut zu Eibau, das gleichfalls an Hans Friedrich gefallen war,verkaufte dieser am 11. Dezember 1602 an den Rat der Stadt Zittau").Rm 16. Februar 1611 starb Hans Friedrichs). Er war vermähltmit Tloelia v. Nostitz a. d. H. Eunewalde, die ihm neben anderenKindern eine Tochter Rnna Maria schenkte, die Lhristophs
tz ks.-St.-5l. I.oe. 9550, Görlitzischer Gretzss, vol. V der Lehenbrieffe im Marg-graffthumb Gberlausitz 1419 — 1615, Fol. Z43.
2) Larpzov, Ehren-Tempel der Dber-Lausitz, 1719, I, S. 162.
-tz Großer, Lausitzische Merckwürdigkeiten, 1714, III, S. 26.
4) Staatsarchiv Breslau. Lehnbuch 1615-1689; ks.-St.-5I. Boo. 9550, Görl.Lrerffs. vol. V rc., Fol. 347.
-) Neues Laus. Mag. Bd. 63, S. 156.
") Martin Meisters ^.nnalss Oorlio. in ksoffmanns Soript. rsr. Busut.7om. I. B. II. S. 69.
tz ks.-St.-5l. 1.00.9550, Registratur der Lehen rc., 1572 — 84, Fol. 32d.
8) Ebenda, Fol. 45. In dem Leibgedingebrief wurde das Verhältnis zwischenden sStiefssöhnen und ihrer Mutter bestimmt: . . . „5luch darüber sollen seine Söhneschuldig sein, ihr den Garten, viebigk sbeis dem ksofe, darauff izt Merten Schwarzewohnet, sambt dem Nw-Gärtlen ber> der Schaffbrücke außzukeuffen, aller Beschwerungzu befreyen undt darauff ein kseußlen mit einer zimblich Stuben »ndt kleinen Ltüblen,klammern undt klüchel darinnen, irem Standt undt Notturfft nach ihre Wohnung zuhaben, sambt einem gewelktem klellerlen, Stellen, Scheunen undt kseldern, auf derSöhne Uncosten zu erbauen" . . .
") Pesch eck, Handbuch der Geschichte von Zittau, I, 1834, S. 254.
io) Staatsarchiv Breslau, Lehnbuch 1615 —1689; ks. - St. - kl. L,oo. 9550, Görl.Treiffs, vol. V w., Fol. 357.