v. Trotta, genannt Trelde».
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David v. T. erhielt am 19. Januar 1789 den Lehnbries über Neu-Liebel. Er verkaufte das Gut am 21. Dezember 1794 für 14500 Talerund 100 Taler Schlüsselgeld an Heinrich Tarl GanzertH.
Wappen: Im roten Schilde ein auswärts gewendeter silbernerHalbmond mit Gesicht, überhöht von einem mit der Spitze nach obengerichteten silbernen Pfeil. Helm ungekrönt, Kleinod: Lin mit derSchildfigur belegter roter Flügel. Decken rot-silbern^). Siebmacher I,Taf. 74, Nr. 6, „v. Truschke" unter den „Schleßingischen". (Der Grab-stein Haltens v. T. aus Schwarmitz im Kreise Grünberg, gestorben 1575,zeigt die Hörner des Mondes im Schilde nach abwärts, die des Mondesdes Kleinods nach auswärts gerichtet. Abbildung des Grabsteins imDeutschen Herold 1911, Nr. 7, S. 161.)
v. Trotta, genannt Treyden.
Die v. Trotta, genannt Treyden, sollen dem Hessischen Geschlechtv. Trott entstammen. In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts schloßdas Sächsische Geschlecht v. Trotha mit dem Hessischen v. Trott zu Solzeine Erbverbrüderung und erhielt, Prag den 28. Februar 1586, vonKaiser Nudolph II. die Genehmigung zur Vereinigung der beiden Wappen.Diesem Beispiel folgten die v. Trotta, genannt Trepden, wohl in derAnnahme, eines Stammes mit den v. Trotha zu sein und nahmen dasvereinigte Wappen an^).
Glieder des Geschlechts wandten sich nach Kurland und waren hier schonam Ende des15.Iahrhunderts einheimisch. Thristoph v. „Treiden" wurde,nachdem er seinen Ursprung aus Meißen angegeben und seine Ahnen produzierthatte, am 17. Oktober 1620 in die kurländische Nitterbank ausgenommen^.
H Weitere Nachrichten über Wilhelm und David v. T. sind nicht ZN finden.Der Artikel v. Troschke im Dothaischen Genealogischen Handbuch der Uradeligen Häuser,IY07 (8. Jahrgang) erwähnt beide Namen nicht. — Leider nur bis zum Beginn des18. Jahrhunderts reicht folgende in der Gräflich Schaffgotschschen Bibliothek zu warm-brunn aufbewahrte, sehr ausführliche Handschrift: „Historische genealogische Nach-richten von dem hochadelichen Geschlechts derer von Troschke, aus alten und neuenvocumenten zusammengetragen von lVl. Johan Joachim Möllern, Nrchidiacono inTrossen, 1711". — Während des Druckes erschien: „Vas Geschlecht derer von Troschke"von Paul v. Troschke, Görlitz 1911. Buch dieses Buch erwähnt den im Text ge-nannten David v. T. nicht.
H Lehr ähnlich ist das Wappen des Geschlechts v. Brause (Tyr off, Wappen-buch der Lächs- Staaten, I. Bd., Taf. 8b).
2) Jahrbuch des Deutschen Adels, III, S. 649; Jahrbuch für Genealogie,Heraldik und Sphragistik, 1902 (Mitau), S. 146, Anm.
H Jahrbuch für Genealogie rc. 1895, S. 12. Als Ahnen väterlicherseits gabChristoph an: „Treiden, Tauben, Buttler, WrangelH Lamfidorff, Necken, Schöttern,Saliß": als Ahnen mütterlicherseits: „Haudring, Kranich, Nummel, Sacken; Bahr,Nehbinder, Kurßell, Dumpian". Ebenda. — In der kurländijchen Adclsmatrikul vomJahre 1634 finden sich auch aufgezählt: „Oie von Trotta genannt Treyden (1632Trotten)". In einer Anmerkung steht: „Treyden ist der rechte Name". Hupel,Kurlands alter Adel, Nordische Miscellanecn, 3. Stück, 1781, S. 15. — Gegen Mittedes 17. Jahrhunderts finden wir ein Glied der Kamille aus Kurland nach Sachseneingewandert: Andreas v. T., sonst Treyden genannt, kurfürstlich SächsischerKammerjunker, geboren am II. September 1619 zu Plattegallen in Kurland, wurde