v. Thümmel.
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v. Thümmel.
Zu Anfang des 15. Jahrhunderts erscheinen Angehörige einerFamilie Thümmel (Thomel, Thummel, Tummel) in Leipzig unddessen Umgegend, so in Schöneseld und Wahren, angesessen. So belehnenam 16. November 1404 Albrecht und Georg v. Kolditz, Herren daselbst,„den erbaren weisen . . . Thomel, Bürger zu Leipzig" mit fünstehalbMark Geldes jährlicher Zinsen in dem Dorfe SchönefeldH. von ThomasThummel kauft der Rat zu Leipzig im Jahre 1405 dreißig Acker»Holz und Wiesen in Wahren^). Kurfürst Ernst und Herzog Albrechtbelehnen „Hansen, Jacosfe, Jürgen und Nickeln Tummeln Ge-brüdere" mit der Mühle zu Schönefeld und mit einer Holzmark am28. November 1464^). Wiederholt saßen Glieder des Geschlechts imRat; schon im Jahre 1430 finden wir „Thomas Thummel . . . rat-manne zcu Lipczk"H. —
Als Stammvater aller Linien wird angenommen HeinrichThümmel aus Schöneseld und Plaußig bei Leipzig, gestorben 1511^).von seinen Söhnen Georg und Hans begründete ersterer die jetzt einzignoch blühende ehemals Schönefelder Linie, während von Hans die ehemalspaunsdorfer Linie ihren Ursprung nahm. Hansens Sohn, Hans d. I.v. Th. scheint bereits in der Gberlausitz ansässig gewesen zu sein undeinen Anteil von Schmölln (80 von Bischofswerda) besessen zu haben.Tr hinterließ drei Söhne:
I. Merten (Martin). Siehe S. 994.
II. Lorenz. Siehe S. 996.
III. Wolf. Siehe S. 998.
Die Gebrüder Merten und Lorenz, deren jedem nach ihres VatersTode ein Kapital von 4000 Fl. zugesallen war, verglichen sich am5. November 1619 im wesentlichen dahin, daß Merten den väterlichenGutsanteil Schmölln mit allen pertinentien annehme und seinem BruderLorenz als Entschädigung für alle seine Ansprüche 500 Fl. herauszahle.Lorenz nahm die zum Gute gehörige Mühle für 1000 Fl. an; es solltejedoch diese Mühle wieder an das Gut fallen, sobald Merten seinemBruder 1000 Fl. erlegen würde. Als Zeugen des Vertrags werdengenannt: „Lucas von Tümmell zue Dohna, ihr lieber Vetter, WolfMagnus von Baudissin zue Schwöllen, ihr Schwiegervater, und WolfHeinrich von Tümmell auch zue Schwöllen"'').
1) Loä. äiplom. 8ax. Rs§. II. Hptt. VIII. Bd., 5. 76.
2) Ebenda, S. 77. s) Ebenda, S. 310.
4) Ooä. äiplom. 8ax. Ro§. II- Hptt. IX. Bd., S. 181. - Rmnerkungsweisesei erwähnt, daß im Kat der Stadt Bautzen erstmalig im Jahre 1453 ein LorenzTommel als Ratsherr aufgezählt wird: 1475 war er Bürgermeister, erscheint in denfolgenden Jahren wiederholt als Ratsmitglied und stirbt I4YI. Bergt. H. Baum-gärtel, Rathsverfassung und Rathslinie der Stadt Bautzen, fldOIs, S. 26 ff.
b) Herrn Regierungsrat v. Thümmel in Pirna, der uns in liebenswürdigsterweise Rirchenbuchauszüge und anderes von ihm gesammeltes urkundliches Materialzur Geschichte seines Geschlechts zur Verfügung stellte, sind wir zu verbindlichstemDank verpflichtet.
H Lehnsakten Schmölln.
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