v. Lebottendorff.
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v. Sebottenöorff.
Zur Lorzendorfschen Linie des Geschlechts v. Lebottendorff gehörtSiegismund v. 5. auf Rottwerndorf, Krietzschwitz und Naundorf („Neu-dorf"), sämtlich in der gegenwärtigen Amtshauptmannschaft Pirna ge-legenen Gütern, sowie auf Kauern in Schlesien. Er starb am 27. Nugust1681, sechzig Jahre.alp), von drei Kindern, die ihm seine GemahlinEhristina v. Tarlowitz a. d. h. Zuschendorf geschenkt hatte, war dasälteste ein Lohn Namens Hans Abraham. Wie dieser am 20.November1676 dem Kurfürsten von Lachsen schrieb, hatte er sich vier Jahre zuvormit kurfürstlicher Erlaubnis in kurkölnische Dienste begeben und zweiJahre lang eine Kompagnie zu Fuß kommandiert, um dann „aus publi-cirte ^voeatoria" die kurkölnische Kriegskondition auszugeben. Erbat nun um eine Bestallung in Kursachsen"). Hans Abraham starb imJahre 1708 als königlich polnischer kurfürstlich Sächsischer Major ausRottwerndorf, Krietzschwitz, Naundorf, Kauernb). vermählt war er:I. mit Maria v. Liebenau a. d. h. Zehista,- II. seit dem 25. Rpril1677h — er war damals kursächsischer Kammerjunker — mit RnnaTatharina v. Blanckenseld, Tochter des hosrichters Hans Henningv. B. aus Gehna. Diese erbte zugleich mit ihren beiden unverheiratetenSchwestern im Jahre 1689 das väterliche Gut Gehna (IMO vonRautzen), kaufte am 14. September desselben Jahres von ihren Schwesternderen Anteile am Gute und wurde am 13. Januar 1690 mit demgesamten Erb- und Kunkellehngute Gehna belehnt. Rm 17. Rpril 1698verkaufte sie das Gut an Franz Adolph v. Nostitz. Sie starb als Witwe imJahre 1715 in Pirna. Ruf Ansuchen der Frau Johanna Ehristina v. Ruth(Rutt), geb. Marschall v. Bieberstein, genehmigte der König-Kurfürst,Dresden, den 28. Oktober 1715, daß die Leiche der „letzthin" verstorbenenFrau Anna Tatharina v. S. abends, jedoch ohne Läutung der Glockenbeigesetzt und eine gewöhnliche parentation im Hause, sowie nachher eineGedächtnispredigt, aber ohne Gepränge, gehalten werdeh.
Der Sohn Hans Abrahams aus seiner zweiten Ehe mit AnnaEatharina v. Blanckenseld, Earl Heinrick v. S., verkaufte seine Meiß-nischen Güter, behielt nur das Schlesische Kauern und lebte mit
überhäuffte Torten und veruhrsachte Troublen sambtlich gar leicht umb Leib undLeel kommen können, wenn nicht der barmhertzige Gott durch seinen gütigen Beistandalleß Uhnglückh abgewendet, überdis von denen Neligionsfeinden verlassen und diegar wenig salvirte Mittel, woran doch mein und der meinigen zeitliche Wohlfahrtgelegen, an die proosss zu wenden nicht willenß bin, so dann auch meine Frau beysolchen Unrichtigkeiten und Strittigkeithen (welche Herrn verkäuffern mehr alß zuwohl vorhero bewust) ihre völlige Gesundheit alß daß alleredelste Kleinod unter denzeitlichen Güthern zugesetzet und verlohren" . . .
0 I- Linapius, Schles. Luriositäten, I. Band, 1720, S. 870, 87l.h H.-Lt.-N. Gen. Boo. 77YY, Lebottendorff.h Sinapius a. a. G. S. 87l.
tz v. Feilitzsch, Zur Familiengeschichte des Deutschen, insonderheit des Meiß-nischen kldels, I8Y6, 5. 30Z. Kloß, Geneal. Nachrichten, Mspt., Bd. II, Blanckenseld,gibt nach der Metznerschen Leichenpredigt auf Hans Henning v. B. als vermählungstagseiner Tochter klnna Tatharina v. B. den 27. klpril 1677 an.h H.-5t.-N. Gen. Noo. 77dd, Lebottendorff.