v. Schweinitz.
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77 I. und wurde am 17. in Friedersdors begraben. Hans Christoph d. I.war ein gelehrter und frommer Mann, dem wir auch einige in dasBautzner und Zittauer Gesangbuch aufgenommene religiöse Lieder zuverdanken haben H.
Was seinen Gberlausitzischen Güterbesitz anbetrifft, so kaufte HansChristoph d. I. am d. November 1672 von seiner ersten Gattin Theodoraihr im Kunkel-, Spill- und Spindellehngut Friedersdorf am Oueis(80 von Lauban) liegendes Vorwerks. Cr sowie seine Schwägerin,Jungfrau Elisabeth v. Festenberg, gen. packisch, befinden sich im Jahre1678 im Besitz des ganzen Gutes Friedersdorf. Der Kurfürst verwandelteihm das Gut am 28. Februar 1678 in recht Nllodial- und Erbgut,namentlich „in Lrwegung der von Supplicantens Vätern und dessenBrüdern, dem Gbristen George Hermannen von Schweiniz im TeutschenKriege, sonderlich auch unter andern vermittelst tapfferer vertheidigungunserer Bergkstadt Frepberg unserm Lhurfürstlichen Hause zu Sachsenerwiesener treuen Dienste" H.
Die Ngnaten Wigand Gottlobs v. Uechtritz überließen Hans Christophv. 5. das Gut Nieder-Leuba (bMO von Ostritz) für 11 000 Taler. Nm12. Januar 1690 empfing er die Belehnung. Paul Theobald Klugv. Scharffeneck auf Nieder-Lellmannsdorf immittierte den neuen Besitzerin das Gut. Im Jahre 1709 bat Hans Thristoph „nach denen bey40 Jahren her, seit dem unter dem Schatten des durchlauchtigsten Nauten-Stockes Ich meine Hütte auffgeschlagen, vielfach genossenen Gnaden-Blicken"H den Kurfürsten, ihm Nieder-Leuba aus Lehn in Nllod undErbe zu verwandeln. Mit der Gemeinde traf er am 24. Mai 1713wegen eines Stückes Viehweg einen vergleich, der am 30. Juni dieoberamtliche Bestätigung erlangtes.
Hans Thristoph d. I. hatte aus erster Che zwei Söhne und zweiTöchter, von denen ein Sohn und eine Tochter in der Kindheit starben,während der zweite Sohn, Hans Siegismund, schon erwachsen, demVater im Tode voranging. Nus zweiter Che hatte Hans Thristoph d. I.einen Sohn und eine Tochter "tz:
1. I. Hans Siegismund, geboren nach neunjähriger Che seinerEltern als deren erstes Kind am 20. Mai 1679, studierte, unternahmNeisen, wohnte seit dem Jahre 1706 als Volontär zuerst bei den preu-ßischen, dann bei den Sächsischen Truppen den Kampagnen in Flandernbei, kehrte im Jahre 1710 nach Hause zurück und starb bald darauf,
0 vergl. Otto, Oberlauf. Schriftsteller- und llünstler-Lexikon, III, S. 257. —Zwei Stammbucheintraguugen Hans Christophs, je eine seiner Brüder Friedrich, Siegis-mund und Bernhard sind abgedruckt in der Vierteljahrsschrift für Wappen-, Siegel-und Familienkunde, XXIV, S. 209 — 211.
H 0--2t.-O. Noo. 9547, Vas 6.Buch Dberlaus. Lehens-Sachen, 1657 — 74, Fol. 320.
H tz.-St.-kl. Boo. 9548, Vas 8.Buch Dberlaus.Lehens-Sachen 1672 —81, Fol. 181und 254.
tz Lehnsakten Nieder-Leuba.
H verzeichniß Oberlauf. Urkunden, II. Band, S. 367.
H vergl. Sinapius a. a. D. II, S. 440.