Druckschrift 
2 (1913)
Entstehung
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837
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v. Zchwanitz.

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ein Naturalausgedinge und die Lumme von je dreißig Talern bei ihrenVermählungen zugesichert worden. Christoph, der ältere BruderGottfrieds und der sechs Schwestern, übernahm am 5. Juli 1614 das GutEbersdorf. Am 20. Juni 1615 wurde er zugleich mit seinem BruderGottfried und seinen Vettern Karl und Hans Georg, Söhnen Hansensv. S. (siehe unten e) von Lhristoph II. v. Noedern zu Friedland mit Lbers-dorf belehnt. Lhristoph starb im Jahre 1621H und hinterließ die WitweBarbara . . ., die ihm im Jahre 1627 im Tode nachfolgte, sowie einenSohn Hans Heinrich, geboren im Jahre 1619^), der von 1639 bis1652 als Herr zu Lbersdorf genannt wird.

b. Nikol v. S., der zweite Sohn Heinrichs, hatte zugleich mit seinemBruder Hans den Anteil ihres ältesten Bruders Friedrich am väterlichenGute Hermsdorf am 8. (Oktober 1587 gekauft und trat am 10. Juli1591 seine Hälfte dieses Gutes dem jüngsten Bruder Hans ab. NachHansens Tode übernahm Nikol das ganze Gut Hermsdorf im Jahre1595. Nikol war im Jahre 1591 Hauptmann zu Neichenberg, er lebtenoch im Jahre 1624^).

e. Hans v. S., der dritte Sohn Heinrichs, besaß also beim Todeseines Vaters ein Drittel, seit 1587 die Hälfte, seit 1591 das ganze Lehn-gut Hermsdorf und wurde am Tage Natharinä 1592 s25. Novembersmit diesem Gute belehnt. Er starb vor dem Jahre 1595 und hinterließdie Witwe Ursula v. Veupold. Sein überschuldetes Gut Hermsdorfübernahm sein älterer Bruder Nikol am 26. Januar 1595 für 2225 Taler.Hans hatte zwei Söhne hinterlassen: Karl und Hans Georg, die am20. Juni 1615 mit dem Gute Ebersdorf mitbelehnt wurden. Ls warwohl dieser Hans Georg, der in der Schlacht am weißen Berge am8. November 1620 blieb H. Dann dürfte sein Bruder Karl der Vatereines Vrüderpaars gewesen sein, dem wir um die Mitte des 17. Jahr-hunderts aus Hermsdors begegnen: Lhristoph Friedrich und HansHeinrich Gebrüder v. S. wurden am 23. April 1650 mit dem GuteHermsdors belehnt. Aus die, wie an alle begüterten Standespersonen,so auch an diese beiden Brüder ergangene Aufforderung, zur katholischenKonfession überzutreten oder die Güter an Katholiken zu verkaufen unddas Land zu verlassen, entschied sich Hans Heinrich für das letztere undtrat am 12. Oktober 1651 seinen Anteil an Hermsdorf seinem BruderLhristoph Friedrich für 800 Taler ab. Christoph Friedrich, der alsokatholisch geworden war, starb im Mai 1668. Er hinterließ keineSöhne, denn sein Bruder Hans Heinrich beanspruchte nun die Belehnungmit dem Gute Hermsdors. Da er aber früher nicht mitbelehnt wordenwar, so fiel das Gut heim und er erhielt nur eine Geldentschädigungfür seine sonstigen Ansprüche I.

0 Neues Laus. Mag. Bd. 73, S. MS, Nr. 417: sZ.G.Nloßs a. a. V. S. 3ZY.2) sI. G. Uloßl a. a. <v. 5. 334.

H Neues Laus. Mag. Bd. 73, S. 103 ff., Nr. 344, 346, 400: Bd. 86, S. 240, Nr. 88.h Neues Laus. Mag. Bd. 73, S. 106 ff., Nr. 349, 400, 417; Großer, LausitzffcheMerckwürdigkeiten, 1714, I, 5. 234.

->) Neues Laus. Mag. Bd. 73, S. 104 ff., Nr. 414, 420, 423.