(v.) Schönborn.
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Lurt Friedrich v. Sch. auf Hof und Raitzen, kaufte im Jahre1782 von Isaak Molsgang Freiherrn v. Mesch das GutNeschwitz nebstNeudorf (beide von Bautzen, 8 von Königswartha), Lomske,
Lissahora (beide von Neschwitz), Siebitz (80 von Marienstern) für80 000 Taler, erhielt am 3. Mai l783 den Erbbrief, verkaufte die Be-sitzungen aber am 6. Mai des nämlichen Jahres dem v. Mesch wieder zurück. —Taspar Heinrich v. Sch., Leutnant, kaufte am 25. März 1806von Johann August von der Ahee das Erb- und Allodialgut Schmorkau(bl von Königsbrück), um es bereits am 27. März 1807 wieder an AugustSiegmund v. Berbisdorfs zu verkaufen. —
Mappen: Das Stammwappen zeigt im goldenen Schilde einen vonRot und Grün geteilten Löwen. Helm gekrönt. Kleinod: Kops undhals eines roten Löwen. Decken: rot-golden.
(v.) Schönborn.
Die alte angesehene Bautzner Bürgerfamilie Schönborn soll derTradition nach, die von Angehörigen verschwägerter Familien bis zumheutigen Tage aufrecht erhalten wird h, von Kaiser Rudolph II. in denAdelsstand erhoben worden sein. Urkundliche Nachweise können freilichbis jetzt noch nicht beigebracht werden^).
Augustin Sch?), gestorben am 14. Juni 1502, war vermählt mitDorothea Lauterbach, gestorben am 9. September 1542, achtzig Jahrealt, Tochter des Bürgermeisters zu Stolpen Matthäus L?). Der SohnAugustins, Valentin Sch., Baccalaureus und Handelsmann, geboren1499 am Tage valentini f14. Februars, gestorben am 3. Juli 1575, warvermählt mit Elisabeth puschinger, gestorben am 7. Oktober 1558im Alter von 53 Jahren, Tochter des Mols p. zu Leipzig. DieserValentin Sch., im Jahre 1521 in Wittenberg immatrikuliert"), wurdespäter in den Rat der Stadt Bautzen ausgenommen und gehörte ihm zurZeit des pönsalles (1547) an°). Er errichtete 1570 sein Testament und
h Namentlich auch von Edwin Bormann (* zu Leipzig 14. Npril 1851, 4 inder Nacht zum 3. Mai 1dI2), dem bekannten Leipziger vialektdichter und Shakespeare(Bacon) -Forscher.
h v. Ledebur, Ndelslexicon der preußischen Monarchie, II. Bd., S. 598, führtein ausgestorbenes Geschlecht Schönborn an, das im 14. Jahrhundert das Gut Schön-brunn (80 von Görlitz) besessen habe und dem von Kaiser Nudolph II. 1598 einIVappenbrief verliehen worden sei: „es scheint dies aber nur ein Zweig dererv. Gersdorff zu sein".
») vergl. L. Schulze, Neues Laus. Mag. Bd. 72, S. 221 Bnm.tz Matthäus Lauterbach war im Iahre 1500 Bürgermeister von Stolpen — vergl.Gercken, Historie h^r Stadt und Bergvestung Stolpen, 1764, S. 567 —, nicht „kur-fürstlicher Nmtmann", wie im Neuen Laus. Mag. Bd. 72, S. 221, Nnm. angegeben.
h „Valentinas 8oüonborn äs Luäissin N sisn.s iBPoe.j Neues Laus. Mag.Bd. 71, S. 156.
h k). Baumgürtel, Nathsverfassuug und Nathsliuie der Stadt Bautzen,s!901s, S. 10.