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v. Schönberg.
ber 1640 fiel ihm das Gut Bretnig (80 von Pulsnitz, blM von Bischofs-werda) zu. Nach erlangter Mündigkeit bat er 1652 um die Lehnsver-reichung dieses Gutes. So wurde er denn am 14. März dieses Jahresbelehnt mit dem Gute Bretnig nebst dem Schlosse daselbst und Vorwerk,dem Dorfe Bretnig und Hauswalde, mit der Braugerechtigkeit, den Mahl-,Brot- und Gelmühlen, wenige Jahre darauf starb er. vermählt warer mit Sidonia geb. v. Ende, der Witwe Bernhards v. Uechtritz aufLützschena h. Sie vermählte sich wieder im Spätjahre 1660 mit JohannErnst v. Staupitz auf Burkau. Zwei Söhne überlebten Caspar Nudolph:Hans Wolf undCaspar Nudolph d. I.
Line Tochter Caspar Rudolphs, Latharina Sidonie, vermählte sichmit Hans Lrnst v. Sepdewitz auf Rammenau und pommlitz.
Caspar Rudolphs Witwe vertauschte im Jahre 1660 in Vormund-schaft ihrer Söhne dringender Schulden wegen das väterliche Gut Bretniggegen Dber- und Nieder-Burkau (bl von Bischofswerda), das sich seitWalpurgis 1659 im Besitze Nikols v. Gersdorff befand. Hans Wolfund Caspar Rudolph d. I. baten am 29. Rugust 1672 den Kurfürsten,er möge ihrem gesamten vermögen, dem liegenden und fahrenden, außen-stehenden Schulden und sonstigem jetzigem und zukünftigem, die Naturund Eigenschaft des freien Erbes benehmen und es in rechtes, wahresMannlehn verwandeln^. Sie behielten sich jedoch vor, damit nach ihremWillen tum ilitsr vivos, quam mortis causa und sonstwie zu dis-ponieren und es zu veralienieren; auch möge der Kurfürst, wenn sie esfür nötig erachteten, diesem vermögen die Natur und Eigenschaft desLehns benehmen und es wieder in Rllod und Crbe verwandeln. Nachlängeren Berichten und Gutachten des Landvogts in dieser Angelegenheitwurden am 13. Juli 1673 den mündig gewordenen Gebrüdern HansWolf und Caspar Rudolph d. I. v. Sch., einem jeden nach seinemAnteil, die Güter Gber- und Nieder-Burkau zu Kunkel- oder Spill-Lehnverreicht. Caspar Rudolph d. I. v. Sch. stand in kursächsischen Militär-diensten; als Oberstwachtmeister im Regiment des Herzogs Christian zuSachsen-Halle starb er unverhofft am 22. Oktober 1686 zu Prag, ausdem Rückmarsch vom Feldzug in Ungarn. Cr hinterließ die WitweSophie Agnes geb. v. Osterhausen nebst zwei unerzogenen Kindernh.
Ls sind noch einige Glieder des v. Schönbergschen Geschlechts ausverschiedenen Linien aufzuzählen, die nur vorübergehend in der Gber-lausitz ansässig gewesen sind.
Zur Neusorgaer Hauptlinie gehört der kurfürstlich Sächsische Verg-hauptmann Christoph v. Sch., geboren 1554, gestorben am 4. Oktober
>) Ebenda, S. 417.
2) Nach Auskunft Hans Wolfs v. Sch. zugleich auch wegen seines abwesendenBruders Laspar Rudolphs d. I. wollten sie zu Lehn machen 5600 Fl. aus ihrem ver-kauften Lehngut Burkau, ferner 23486 Fl. 15 Gr. 5 Pf. von ihrem sel. Lehns-vetter Caspar v. Sch., weiland kurfürstlich Sächsischem Geheimrat und Präsidentendes Nppellationsgerichts herrührend. — Lehnsakten Burkau.
s) H.-St.-R. Gen. Boo. 51806, Schönberg, vol. VIII.