768
v. Schmiskal.
Elisabeth v. Schönberg, einer Tochter Heinrich Siegfried Traugottsv. Schönberg auf Steinitz und Kolbitz erhalten hatte, fand die Hochzeitam 7. November l800 zu Steinitz statt H.
Karl Friedrich Ludwig v. Sch. machte sich in der Gberlausitz an-sässig, indem er am l8. September l803 das Mannlehnrittergut Werda(K^V von Rothenburg, am weißen Schöps) von Gottlob Adolph Ernstv. Nostitz für 42 500 Taler Rauf- und 500 Taler Schlüsselgeld käuflicherwarb. Bereits am 6. Juni l805 verkaufte er Werda wieder und zwaran Johann Gottlieb Kleeberg zum Preise von 55 855 Ntlrn. KarlFriedrich Ludwigs Gattin, Frau Wilhelmine Augustine Elisabeth erbtegemeinsam mit ihren beiden Schwestern, Frau Henriette Tarolinev. Schkopp, geb. v. Schönberg, und Juliane Amalie Eleonore v. Schön-berg nach dem Tode ihres Vaters^) Steinitz und Kolbitz (140 vonKönigswartha). 1803 gingen diese Güter über in den Besitz TarlSiegismund Alexanders v. Schkopp, des Gatten der zweiten Schwester.
Karl Friedrich Ludwigs Sohn, Karl Wilhelm Ludwig v. Sch.,geboren zu Zittau am 5. November 1803, besuchte vom (Oktober 1817bis zum 16. November 1821 das Kadettenkorps in Dresden, trat inköniglich preußische Dienste und erhielt am 18. Dezember 1833 alsSekondeleutnant im 8. Infanterie-Regiment (Leib-Inf.-Rgt.) seinen Ab-schied. Er lebte noch im Juni 1839.
Wappen: Schild geteilt durch einen roten Balken; oben in Goldein schwarzer Rabe, in der rechten Klaue einen goldenen Ring haltend,unten in Blau drei (2, 1) goldene Lilien. Helm gekrönt. Kleinod: DreiStraußenfedern, blau, golden, blau. Decken rot-golden. Frh. v. Zedt-witz, Sächsisches Wappenbuch, 1899.
v. Schmiskal (v. Schmeskal).
Die v. Schmiskal gehören zu den angesehenen Geschlechtern imFürstentum Teschen und (Oppelns. In der Gberlausitz werden sie inder ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts besitzlich. Wir begegnen dreiBrüdern:
Gottlieb. Siehe unten.
L. George Erdmann. Von ihm hören wir nichts mehr.
L. Tarl Joachim. Siehe unten S. 769.
Gottlieb v. S., königlich Polnischer kurfürstlich Sächsischer Gberstim Infanterie-Leibregiment, kaufte am 26. April 1735 von den vierTöchtern Adolph Gottlobs v. pentzig das Gut Jeßnitz bei Neschwitz(14^V von Bautzen, 080 von Kamenz) für 19000 Taler einschließlichdes Schlüsselgeldes,- am 1. Juli 1735 wurde er belehnt. Er erstandferner am 13. April 1737 aus dem Konkurs der v. Staupitzschen GüterNieder-Burkau (14 von Bischofswerda) für 16200, Gber-Burkaufür 10 600 Taler. Da die Reluition intiu unnuin nicht gesucht wurde,
>) Budissiner wöchentliche Nachrichten 1800, Nr. 48.
-) Heinrich Siegfried Traugott v. Schönberg starb am 20. Nugust 1801.H vergl. Sinapius, Schles. Luriositäten, II. Band, 1728, 5. 21S.