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v. Schliefsen.
Ackern, Gütern, Wiesen namentlich acht bis zehn pfannstätten auf demSalzberg. Die Geschlechter der Lülzgilde waren die herrschenden Ge-schlechter,' in die Sülzgilde konnte nur ausgenommen werden, wer Jahrund Tag Kolberger Bürger war, ein gewisses vermögen und ein Hausin der Stadt besaß, vor allem aber mußte er frei und adelig seinh.
Hansens d. A. Sohn, Hans d. I. war dreißig Jahre hindurch,1435 — 1466, Bürgermeister von Dolberg. Fünfhundert Jahre langhaben Angehörige des Geschlechts in hohem Ansehen in Kolberg gesessen.
Der eben genannte Hans d. I. Schliesf, sein Bruder und derenErben erhielten von Thristoph III., König der vereinigten skandinavischenReiche, Kalmar am Samstag vor Margarethentag 1444 sl l. Julis einenWappenbries ausgestellt'h. Und König Sigismund Augustus von Polenverlieh aus dem Reichstag zu petrikau lovia quarta post kostum cor-poris Lkristi proxima 1555 sld. Junis dem Abt des Zisterzienserklosterszu Gliva Limbrecht Schliesf und seinen drei Brüdern Wickbold,Georg und Jacob das Indigenat in Polen und eine Vermehrung desWappens b). Der Grasenstand kam im Jahre 1812 in das Geschlecht.Die drei Gebrüder Heinrich Wilhelm, Oberst, Johann Ernst Lud-wig, Rittergutsbesitzer und Earl Friedrich, Oberst a. D. wurden am1. März 1812 in den preußischen Grasenstand erhobenh.
Einige Angehörige des Geschlechts sind in der Gberlausitz ansässiggewesen: Zur Linie Limbrechts, gestorben 1482, des ältesten der ihrenVäter Hans d. I. überlebenden Söhne, gehört Zacharias v. S., herzog-lich Trog scher Gberstallmeister und Schloßhauptmann zu Gülzow, kur-brandenburgscher Rat, Herr auf Soldekow und Leickow in Pommern,geboren im Jahre 1615, gestorben am 12. Februar 1669. Er vermähltesich: I. im Jahre 1640 mit Dorothea v. Storkow (Storkau); II. 1665mit Scholastica v. Flemming aus Zebbin und Böck'h. Er hattesieben Söhne und sechs Töchter, von den Söhnen kommt für uns inBetracht sein ältester Sohn Ernst, geboren zu Gülzow am II. April 1645.Er besuchte vom 31. Mai 1659 bis zum 5. Dezember 1661 die Fürsten-schule zu Meißen") und wurde hierauf Fähnrich in Sächsischen Diensten.Ernst v. „Schliff" vermählte sich: I. mit Sabina Rosina Masslöhnerin(„Massierin", „Maschlerin"), der Tochter des kaiserlichen Feldobersten
H Ebenda, 5. 5.
h Martin Ernst v. Schliefsens, Nachricht von einigen Häusern des Ge-schlechts der von Schliefsen oder Schrieben, 1784, Neilage S. 36, Nr. 28! Geschichteder Familie Schliefsen, S. 11.
h Nachricht von einigen Häusern -c. Neilage S. IIS, Nr. 73: Geschichte derFamilie Schliefsen, S. 22.
tz Gritzner, Thronol. Nlatribel der Nrandenbnrgisch - preußischen Standes-erhichungen, 1873, S. 76.
I) Nachricht von einigen Häusern rc. S. 338, Tafel nach S. 344! Geschichte derFamilie rc. S. 22 und Stammtafel IV.
h Nreyssig, Nfraner-Nlbum, S. 160. Hier heißt es von ihm: „bixolusus sstproptsr vstsranismum st malitiam«. Gb Vstsranisrnus vielleicht dasselbe istwie Nsvvalismus, Mißhandlung der jungen, neu eintretenden Schüler durch»ihreälteren Mitschüler?