v. Schindel und vromsdorf.
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v. Schindel und vromsdorf.
Die im 18. Jahrhundert in der Gberlausitz angesessenen Gliederdes alten Zchlesischen Geschlechts v. Schindel gehören der Hauptlinievromsdorf (Kreis Striegau) an und nennen sich deshalb vielfachv. Schindel und vromsdorf.
Schon im letzten viertel des l6. Jahrhunderts erwirbt ein Glieddes Geschlechts ein Dberlausitzisches Gut: Melchior v. 5. kaufte von demGörlitzer Bürger Georg hilderichh dessen Vorwerk zu Holtendorf(^V von Görlitz) samt drei Gärtnern und erhielt es am l. Npril 1678 zuSehn verreichth.
Der Stammvater der Gberlausitzischen v. S. ist folgender: Gott-fried v. S. auf Hermsdorf und Weistritz war vermählt mit Nnna Mariav. Vorwitz, geboren 1602 zu Hartenstein im Fürstentum Liegnitz. Nachdem Tode ihres ersten Gatten schloß sie 1627 eine zweite Ehe mitNbraham hildebrand v. Nostitz auf Seisersdors und Linda. Sie starb zuSohland am 21. März 1676 im Nlter von 74 Jahren^).
Gottfried hatte einen gleichnamigen Sohn: Dieser Gottfried d. I.v. S.h aus Gber-Hermsdorf in Schlesien kaufte am 15. Januar 1652von seinem Schwiegervater Christoph Nbraham v. Sommerfeld das GutNieder-Küpper (0 von Seidenberg). Da er aber in Zahlungsschwierig-keiten geriet, verkaufte er das Gut schon zu Johanni 1653 wieder anden v. Sommerfeld. Gottfried d. I., geboren im Jahre 1629, starbim Jahre 1665^). vermählt war er: I. mit . . . v. Sommerfeld,-II. mit Nnna Sophia v. Uechtritz a. d. h. Nieder-Steinkirch").
Sein Sohn Carl Nbraham v. S. aus Gber-Hermsdorf undNieder-Steinkirch pflanzte das Geschlecht fort. Er war geboren imJahre 1664 und starb im Juni 1720. Nus seiner im Jahre 1691 ge-
der Stadt Nimburg in Böhmen durch die Sächsische Nrmee umgekommenen NikolausSagitschke als Gefangene mit fortgeführt und verlangte als Nanzion und für Be-köstigung des Mädchens 500 Rtlr. Vie Mutter des Mädchens, Frau Loa Margarethegeb. v. Bepschowa veranlaßte Kaiser Ferdinand III. im Jahre 1658 zu einer Inter-vention beim Kurfürsten von Sachsen in dieser Nngelegenheit. H.-St.-N. Geneal.Noe. 31745, Schilling. — vergl. auch S. 781.
tz Ls ist dies der spätere Bürgermeister von Görlitz, der, Prag den 27. März1598, von Kaiser Rudolph II. einen Ndels- und Wappenbrief erhielt. Seine Nach-kommen schrieben sich v. Heldreich. verzeichniß Dberlaus. Urkunden, II, S. 255.
2) H.-St.-6. Noo. 9550, Registratur der Lehen, Leibgedinge und Dünste imGörlitzischen rc., Fol. 12.
tz Nach derInschriftdesinSohlanda.R.befindlichenLeichensteins. Thr.Knauthe,Nostitriana, Mspt. N. III, 55, Bibliothek der Dberlaus. Gesellschaft der Wissenschaften.
tz In den Lehnsakten von Küpper wird Nbraham Hildebrand y Nostitz aufNieder-Linda (8^V von Lauban) ausdrücklich als Stiefvater Gottfrieds d. I. v. S.bezeichnet. — „Oer v. Schindel auf Linde" beteiligte sich am 16./26. Juli 1657 ander Huldigung hxz Kurfürsten Johann Georgs II. in Bautzen; vergl. Dberlaus. Nach-lese 1771, S. 545 ff. Gemeint sein kann wohl nur Gottfried d. I. v. S., der wahr-scheinlich damals auf dem Gute Linda seines Stiefvaters Nbraham Hildebrand v. Nostitzwohnte, denn besessen hat unseres Wissens niemals ein v. S. Linda.
b) vergl. Stammtafel in der Neuen Laus. Monatsschrift 1803, II, bei S. II.
") I. G. Schulzes Nhnentafeln adelicher Familien, Mspt. N. I. 25, Bibliothekder Dberlaus. Gesellschaft der Wissenschaften.