„Hartha" bei Gebelzig (diese für 6000 Taler) zum Gesamtpreise von2l6 000 Taler am 29. Kugust l80l seiner Gattin Henriette Louise geb.Gräfin Schall-Riaucour, käuflich abtrat. Km 12. Mai, 23. Juni, 29. Kugust1810 verkaufte sie Unwürde und Rittlitz, ebenso das Stück Holz, dieHartha, ihrem Gatten für 180 000 Taler zurück,' am 7. Januar 1811erhielt er den Lehnbrief. Tr verkaufte Uittlitz und Unwürde am25./26. September 1819 an Heinrich Kdolph v. Gablenz.
Wappen v. Salmour: Kuf dem doppelköpfigen Reichsadler ruhtein Schild, in dessen oberem Teil ein Hahn, begleitet von zwei Uugeln,darunter in Blau ein gekrönter Löwe sich befindet, v. Ledebur, Kdels-lexikon der preußischen Monarchie, II. Band, S. 336.
v. Salza und Lichtenau, auch Freiherren.
Zu der wiederholt aufgeworfenen Frage nach dem Ursprung derGberlausitzischen Familie v. Salzafl nahm auch h. Unothe Stellung,indem er „jede Spur irgend welchen tatsächlichen Zusammenhangeszwischen jenen Thüringischen Dynasten und diesen Görlitzer Bürgern"jv. Salzaj in Kbrede stellte, indem er ferner den Stammvater der Gber-lausitzischen v. Salza zwar für gebürtig hielt aus der Stadt Langensalza,aber ihm nur den bürgerlichen Stand zuerkannte und seine Zugehörigkeitzu einer ritterlichen Familie, geschweige denn zu dem Thüringischenvynastengeschlecht v. Salza durchaus leugnete fl.
Zu ganz entgegengesetzten Resultaten gelangte neuerdings G. Posse.Ruf Grund seiner ausgedehnten Forschungen und an der Hand desältesten Görlitzer Stadtbuchs vom Jahre 1305 vermochte er den Beweiszu führen, daß die v. S., die 1298 im Görlitzer Rate vertreten waren,uradeliger Kbkunft sind fl.
Wir greifen in unserer Darstellung zurück bis aus Rikol v. S.auf Schreibersdorf von Lauban) und Lichtenau von
Lauban). Tr starb um das Jahr 1485 und hinterließ von seiner GattinBarbara v. hock a. d. h. Thomaswaldau fünf Söhne, von denen zweidem geistlichen Stande sich gewidmet hatten: Wigand starb 1520 alsDomherr zu Breslau, Jacob 1539 als Fürstbischof zu Breslaufl. Diedrei übrigen Söhne Rikols pflanzten den Stamm fort und zwar be-gründete
fl vergl. ^.nalsota Zuxoniou 1765. S. 110 ff.
h vergl. kf- Unothe, Geschichte des Gberlausitzer Adels, 1879, 5,462.fl Die Familie v. Salza und Lichtenau, S.-A. ans dem Merke „Die Siegel desAdels der Wettiner Lande bis zum Jahrs 1500", 1908. vie Beweisführung wolleman im Driginal Nachlesen, es seien hier nur folgende von Posse hervorgehobenenTatsachen erwähnt: Die Görlitzer v. S. führen im Görlitzer Stadtbuche von 1505 denEhrentitel „sr", „tisr" vor dem Personennamen, sie verheirateten ihre Töchter innotorisch adelige Familien, ein Peter v. S. wird in einer Urkunde des Görlitzer Ratsvom Jahre 1580 als „srbnrsr Mann" bezeichnet. — vergl. dagegen G. Frhr.v. Düngern, der in seinem soeben erschienenen Werke „Der flerrenstand im Mittel-alter", I. Bd. 1908, S. 190, 271 die Identifikation der niederadeligen Familie v. Salzamit gleichnamigen Dynasten — trotz gleichen Wappens — durchaus in Abrede stellt,fl Unothe a. a. A. S. 467: Salzasche Regesten, Tafel auf S. 269.