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Sachsen.
wurde einige Jahre lang als v. Trützschlersche Pflegetochter in Berbis-dorf erzogen*), vom König-Kurfürsten erhielt, Dresden am 3. Märzl7l4, also wenige Tage vor ihrer Hochzeit, „Unsers natürlichen LohnesGrass Morizens von Lachsen Verlobte, victorie Tugendreich von Löben,wegen Ihrer uns selbst bekandten guten Aufführung voniain aetatis"^).
Sie war reich begütert und besaß, teils durch Erbschaft von ihremVater, teils durch Kauf, die Güter Burkersdorf (KN40 von Zittau),Lchwerta (8 von Lauban), volkersdors (880 von Lauban), Dber-Lichtenau (W8^ von Lauban), Lchönbrunn (80 von Görlitz) underhielt am 10. Oktober, bez. l4. November 1714 die Erbbriese über dieseGüter vermittelst ihres Lehnskurators lvols Adolph v. Zezschwitz aufLaritsch. Am 14. Juni 1714 wandte sich Johanna Victoria TugendreichGräfin von Sachsen, geb. v. L. an den König-Kurfürsten mit der Meldung,. . . „wie daß ich aus allerhand bewegenden Uhrsachen entschlossen,meinen Herzgeliebtesten Gemahl, lit. Herr Morizen Graffen von Sachsen,auf Sköln rc., Tw. König!: May: Dbristen über ein Regiment Tuirassirer,die völlige Administration aller meiner in Dberlausitz habenden Gütherdergestalt zu überlassen, daß Er selbige in seinem Nahmen entwederdurch Verwalters bestellen oder verpachten, alle und iede Nuzungen hier-von erheben, mit denen Verwaltern oder Pachtern von Zeit zu ZeitRechnung und Abrechnung pflegen, die Gerichte aus besagten meinenGüthern in seinem Nahmen exerciren und exerciren lassen . . . könneund möge, welches ich vor mich undt meine Erben iedesmahl gültig undgenehm halten und erkennen will" . . ?). hieraus erging bereits am16. Juni 1714 die entsprechende Verfügung an den Landesältesten desBautzner Kreises seitens des Statthalters Egon Fürsten v. Fürstenberg.
Frau Johanna Victoria Tugendreich verkaufte am 13. April 1719die Güter Ober- und Nieder-Schwerta, Burkersdorf und volkersdors anJakob Heinrich Grasen v. Flemming.
Ihre Ehe mit dem Marschall von Sachsen wurde im Jahre 1721wieder ausgelöst. Der Sohn dieser Ehe, August Adolph, geboren am21. Januar 1715, starb bald wieder*).
Sie vermählte sich im Jahre 1724 wieder mit Friedrich Wilhelmv. Runckel und starb am 25. Juni 1747. Gras Moritz starb bekanntlichals französischer Marschall am 30. November 1750 in Thambord undwurde in der Thomaskirche in Straßburg bestattet^). Seine Urenkelinist die berühmte französische Schriftstellerin George Sand.
vergl. auch v. Soeben und v. Runckel.
tz v. Feilitzsch, Zur Familiengeschichte des Deutschen, insonderheit des Meiß-nischen Kdels, 18Y6, S. 160.
h Lehnsakten Gber-Lichtenau.
3) Lehnsakten Schwert«.
fl Gottfr. Weiner, Das ktndenken der Gber-Gerlachsheimschen Herrschaften,1775, S. S: Laus. Magazin 1768, 5. 231 LI.
fl vergl. über ihn u. v. Weber, Moritz Graf von Sachsen, Marschall vonFrankreich, 2. 6ufl. 1870.