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Der fürstlich Sächsische Oberst „Schack Rumohr" kaufte im Jahre1708 von George Bernhard d. I. v. Theler das Gut Neschwitz (itzbTW vonBautzen). Nach Beilegung verschiedener Irrungen zwischen Verkäuferund Käufers wurde letzterer am 30. November l709 mit Neschwitz undpertinentien belehnt. Nur vorübergehend hielt sich der neue Besitzer inNeschwitz auf, er lebte meist auf seinem Gute Nesselrode in Thüringensund verkaufte Neschwitz bereits am 28. Rpril l72l an den HerzogFriedrich Ludwig zu Württemberg.
Lin anderes Gut, das Schack R. besaß, war Kauern im Vogtland.Lr erwarb es l7l6 von einem Geheimrat v. Naundorf und veräußertees l738 an seinen Schwiegersohn Christian Ernst v. Vuttlertz.
Genaue Nachrichten über die Rszendenz und Deszendenz Schacks R.sind nicht zu erlangen gewesen^). Im Lehnbries über Neschwitz vom30. November l709 ist als sein Bruder genannt der Oberst BenedictFriedrich R.
Wappen: Schild gespalten; vorn in Blau ein silberner Flügel,hinten in Silber zwei rote Balken. Man findet auch vorn die Balken,hinten den Flügel, z. B. auf einem Siegel vom Jahre l693 im H.-St.-R.Gen. Doo. 31789, v. Rumohr). Kleinod: Lin auf rotem Kissen sitzenderHund.
v. Runckel.
Die Familie v. Runckel, die als ein Seitenzweig des alten Rhein-ländischen Dpnastengeschlechts v. Runckel bezeichnet wird, machte sich inder ersten Hälfte des l8. Jahrhunderts in der Gberlausitz ansässig^).
1) H.-St.-R. Noo. 9576, Rcta das Gut Neschwitz belangende und wie überdessen verkauffung zwischen dem Dbristen Schack Rumohr und George BernhardThelern Streitigkeit entstanden Rnno 1708 — 1712.
2) Lhronik des alten und neuen Schlosses zu Neschwitz in Sachsen, o. G. u. I-,privatdruck, S. 4.
3) Vierteljahrsschrift für Wappen-, Siegel- und Familienkunde, XXII, S. 182,136:XXIII, S. 463.
tz I- F. Gauhe, Rdels-Lexicon, I. Band, 1740, S. 1980, meint, Lajus Rumohr,königlich Dänischer Geheimer Rat, Gberhofmeister der Rurprinzessin zu Sachsen (RnnaSophia von Dänemark, Gemahlin Iohann Georgs III.), später Dänischer Rxtra-orclinairs-Rnvozcs am königlich polnischen kurfürstlich Sächsischen Hofe und designierterGberhofmarschall, sei der Vater Schacks R., der Besitzers von Neschwitz, gewesen. —Lin Delgemälde des „Rap" Rumohr aus dem Iahre 1711, ihn im 76. Lebensjahredarstellend, befindet sich im Schlosse zu Milkel. Gurlitt, Beschreibende Darstellungder älteren Bau- und Runsldenkmäler des Rönigr. Sachsen, XXXI. Heft, I. Teil, S. 166.
tz Illustrierte Deutsche Rdelsrolle des Id. Iahrhunderts, 1859, S. 110. — OieVberlausitzische Familie v. R. ist nicht zu verwechseln mit der Rheinischen FamilieRunkel, die am 15. Februar 1811 den herzoglich Nassauischen Rdelsstand und am6. Rpril 1830 die preußische Nnerkennung erlangt hatte und ein dem Wappen derDberlausitzischen Familie ähnlicher Wappen führt (Gritzner, Standes - Erhebungenund Gnaden-Ncte, II, S. 601): auch nicht mit der aus Friedberg in der Wetteraustammenden Familie R., die am 15. Rpril 1780 den Reichsadelsstand mit einem Wappenerhielt, das von dem der Gberlausitzischen v. R. ganz verschieden ist (Handbuch despreußischen Rdels, I. 8d., 1892, S. 490). — Line Rhnentafel in Schutzes Rlter-tümerwerk, Bd. I, S. 92 (Nlspt. Bibliothek der (Überlauf. Gesellschaft der Wissenschaften)nennt als Vater, Großvater rc. Friedrich Wilhelms v. R. folgende: 6. W. v. R. aufRlühlrose, vermählt mit IN. T. v. Scharben aus der INittelmark: T. R. v. R., Rapitän-
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