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2 (1913)
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608
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v. Rindfleisch.

2 widersehende silberne Einhörner. Tpross, lvappenbuch der SächsischenStaaten, III. Band, Tas. 43.

Wappen, gräfliches, nach dem Diplom vom 29. Juni 1792: Schild ge-viert mit Herzschild wie oben, l, 4: in Grün 3 goldene Rechtsschrägbalken;2: in Gold zwei schwarze sechsstrahlige Sterne neben einander,- 3: inSilber zwei schwarze Lilien neben einander. Grasenkrone. Drei gekrönteHelme, rechts: der Löwe des Herzschildes; mitten: goldgekrönter schwarzerAdler; links: schwarze Lilie neben schwarzem Stern. Decken und Schild-Halter wie oben. Tproff a. a. D. III. Bd. Tas. 5.

v. Rindfleisch.

Hans Rindfleisch, aus Schlesien stammend, seine Brüder undderen Erben erhielten von Kaiser Friedrich III., Linz, den 14. Rpril 1485,einen Wappenbrief. Sn den Adelsstand erhoben wurde Hans zugleichmit seinen Söhnen Lhristoph und Peter von Kaiser Maximilian, Ulm,den 19. Rpril 1511h. Ehristoph, Hansens älterer Sohn, besaß das GutStrachwitz und starb 1534,- Peter war im Besitz von Rasselwitz undbeschloß im Jahre 1535 sein Leben. Peters jüngster Sohn Josephvermählte sich mit Magdalena v. Arzat und hinterließ die SöhneFriedrich und Jakob Gebrüder v. R.'h.

Dieser Friedrich v. R. besaß das Gut Sohra (140 von Görlitz).Kaiser Rudolph II. verwandelte ihm am 9. Juni 1603 dieses Gut ausLehn in Erb und Eigen, nachdem erzu desto besser Fortstellung dessenaus Uns und unfern Landen anitzo hastenden schweren Türken-krieges mit unabmahnlicher Auszahlung fünfhundert Thaler für diese ihmeerwiesene gnedigiste Besrephung unterthenigste Reeornpens gethan"h.Friedrich verkaufte seinStückgut" Sohra am 5. März 1615 seinemBruder Jakob für 12 000 Taler und 70 Dukaten zur Verehrung. Ver-mählt war Friedrich mit Anna, geb. o. Schachmannh.

Friedrichs Bruder Jakob v. R., den wir den Ersten (I.) nennenwollen, war seit 1615, wie erwähnt, im Besitze des Gutes Sohra. Lrhatte schon zuvor das Gut Gber-Rudelsdors (^8^ von Lauban) vonWilhelm v. Liedlau erworben und war am 26. August 1614 mit diesemGute belehnt wordenh. Lr besaß ferner noch Zwecka (IdM von

Seidenberg) und Tundors (14 von Seidenberg). Am 24. April 1635starb er. Er war dreimal vermählt: I. 1604 mit Magdalena v. Hoss-mann"). Sie starb schon am l.Iuni 1605; II. 13. November 1608 mitTunigunda v. Pförtner; III. mit Anna Maria v. Nostitz, die erst

tz Gberlaus. Nachlese 1772, 5. 365, 367; verzeichniß Gberlaus. Urkunden,II. Bd., S. 8S.

2) Gberlaus. Nachlese 1772, S. 316.

h Staatsarchiv Breslau, Lehnbuch 1615 1689.

h Ebenda. h Ebenda.

°) Zur Hochzeit erschien die vom Breslauer Stadtarzt Daniel Rindfleisch undvon Laspar Lonradus verfaßte Festschrift:bluptiis . . . On. Oaoobi Rinäklsisobii,pstr. Vrutisl. cum vir§. (Na^llalsira), Ör. 8sb. Nokkinaimi, oons. tZoi-Iiosvsisklia." Wratisl., 6. Baumav 1604. 4".