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2 (1913)
Entstehung
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576
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Reichwald v. Rümpfe».

ernannte Gräfin Johanna Wilhelmine Gottliebe ihren Neffen HansWilhelm Carl Grasen v. Bressler. Auch diese Güter sollten fidei-kommissarische Eigenschaft erhalten.

Wappen. Stammwappen: Im blauen Schilde ein silberner Mühl-stein, besteckt mit drei silbernen, im Dreipaß stehenden Mühleisen. Helmgekrönt. Kleinod: Wachsendes silbernes Maultier. Decken blau-silbern.Siebmacher I, Gas. 60, Nr. d unter denSchleßingischen"; MünchenerKalender l906. Das gräfliche Wappen siehe in Tyrosf's Wappenbuchder Sächsischen Staaten, IX. Land, Taf. 4.

Reichwald v. Rümpfen.

Johann Reichwald wurde nach Ausweis des ihm in der Kirchezu Kemnitz errichteten Denkmals am 9. November 1609 zuSemcaden"in Litauen geborenh. Sein Vater, Daniel R., starb im Jahre 1616,seine Mutter Anna, geb. Selig, ging nach ihres Gatten Tode einezweite The einh. Johann R. begab sich im Jahre 1627 in SchwedischeDienste, dann in Französische, daraus wieder in Schwedische. In derSchlacht bei Wittstock, am 4. Dktober 1636, erlitt er eine Verwundung.Im Jahre 1637 wurde er Gberstwachtmeister, 1642 (Oberst. In diesemJahre kam er als Kommandant nach Zittau, von den Kaiserlichen hartbedrängt, übergab er die Stadt nach heldenmütiger Verteidigung am31. Dezember 1643 h. Im Jahre 1647 nahm er nach zwanzigjährigenKriegsdiensten seinen Abschied und wurde, ungewiß, ob in diesem Jahre,von der Königin Thristina von Schweden in Anerkennung seiner Ver-dienste mit dem Beinamenv. Kämpfen" in den Adelsstand erhoben.

Johann R. v. K. machte sich nun in der Gberlausitz ansässig, kaufteim Jahre 1648 von Gottfried v. Sander das Gut Bischdorf (0 vonLöbau) und wurde am 18. April belehnth. Zu Walpurgis 1648 erwarber ferner von Frau Martha verw. v. Kpaw das Gut Kemnitz (80 vonLöbau) mit zwei Rittersitzen und Kretschmarn für 18 000 Rtlr. und erhielt

h Neues Laus. Mag. Bd. II, s. 76, 470.ft I- Thph. peschel, Geschichte von Remnitz, 1861, 5.35.ft Larpzov, ^nalscta last. 2ittav. V. 5.242 ff.; pescheck, Handbuch derGeschichte von Zittau, II, 1837, 5. 593.

tz Ruf das Gesuch des Gbersten Iohann R. v. R., der Rurfürst von 5achsenwolle ihn in seinen 5chutz nehmen und gestatten, daß er sich in kurfürstlichen Landensetzhaft mache, erging folgende an den Landvogt gerichtete landesherrliche Verfügung,Dresden, den 29. Februar 1648: . . .Nun würde solches nochmals kein sonderbaresBedencken haben, weil zumahl, wie von ihme angedeutet wirdt, er seine Kriegsdienstequittiret: Nachdem wir es aber biß anhero mit dergleichen Personen, wanns auchschon frembde und nicht unsere Unterthanen und Landkinder gewesen, also gehaltenund sie dahin beschieden, daß vor allen Dingen sie ihr Fürgeben, daß sienehmlich sich von der wiedrigen Reichs-feindlichen Kriegs Party ordent-lich und genzlichen abgethan, in beglaubter Form bescheinigen müssen: Nitz isthirmit unser gnedigst Begehren, Ihr wollet Ihm, Dbristen Reichwaldt, daß er der-gleicken beglaubten 5chein ebenermaßen förderlichst beybringe, andeuten" . . .h.-5t.-5l. Boe. 9536, Das andere Buch Dberlaußnitzischer Landes- und policey-5achen,so 1647-1670, Fol. 2.