Druckschrift 
2 (1913)
Entstehung
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564
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v. Redern.

Mit den Gebrüdern Leopold Friedrich und Ulrich Maximilian, derenEhen kinderlos waren H, erlosch die Klitschdorfer Linie ^).

Wappen: Das Liegei des Dtieoclerieus Neeliinderoli vom26. Nugust l352 zeigt im Dreieckschilde den Widderkopf von der Stirn-seite Über der Haustüre des Uechenbergschen Hauses auf dem Burg-lehn zu Bautzen findet sich in Stein gehauen und farbig bemalt derschwarze nach rechts gerichtete Widderkopf mit goldenen Hörnern undgoldener Krone, die mit 3 Straußenfedern besteckt ist. Gekrönter Helm.Kleinod: Die Schildfigur wachsend H.

Siebmacher l, Taf. 52, Nr. l4 gibt das gleiche Schildbild undKleinod, aber ohne Krone und Federn.

Das freiherrliche Wappen ist geviert, l, 4: in Not der schwarzeWidderkopf mit goldenen Hörnern, goldener Krone, besteckt mit dreiStraußenfedern, gold, schwarz, silbern. 2, 3: in Gold halber schwarzerNdler am Spalt. 2 gekrönte Helme, deren jeder einen nach außen ge-richteten wachsenden schwarzen Widder mit Krone und Federn trägt.Decken: rechts schwarz-golden, links rot-silbern^).

v. Redern, Grasen.

Ein Glied des dem Märkischen Uradel angehörigen Geschlechtsv. Nedern, das um die Mitte des 12. Jahrhunderts zuerst urkundlicherwähnt wird und dessen Stammsitz wahrscheinlich Nedere (jetzt Rieder)im Nnhaltschen in der Nähe von (Quedlinburg war"), machte sich in derzweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in der Gberlausitz ansässig.

Der Sohn Erasmus Wilhelms v. N. (* 27. Dezember 1695,

H Die Gattin der Freiherrn Ulrich Maximilian v. R., Louise Marie, geb. Freiinv. Uanne, klagte 1688 beim Vberkonsistorium gegen ihren Gemahl wegen verschiedenerzwischen ihnen bestehender Mißhelligkeiten. Ferner erhob sie Beschwerde wegen dervon ihm beabsichtigten Rlienation der Herrschaft Ulitschdorf. H.-5t.-5l. Noe. 9529,Vas 57. Buch Gberlaus. Iustizsachen 16871696, Fol. 120. Ulrich Maximilians5chwägerin, Elisabeth Charlotte v. Nrnim, geb. Freiin v. Uanne, bat 1688 gegendiesen ihren 5chwager wegen ihrer sich auf I62Z8 Taler belaufenden Forderung nachIvechselrecht zu prozedieren. Ebenda, Fol. 126. In einem an den Uurfürstengerichteten 5chr«iben vom 2. Rpril 1690 gibt Louise Marie Freiin v. U. eine5peci-fication derer mir Endesbenannten zugehörigen Gerade- Ztücken und anderer Mobilien,so mein Gemahl theils verkauftet, theils verspiehlet, theils versezet und theils nochbep sich hat und mir vorenthält". Der wert dieser ihrer Geradestücke belief sich auf11221 Taler 17 Gr. 5>/s Pf- Ebenda, Fol. 135.

h H. H. B. Frhr" v. Rechenberg a. a. (v. 5. 42.

2 ) Ebenda, 5. 12.

H Neben dem Wappen findet sich die Jahreszahl 1699, sowie der Name:O. R. v. Rsoüsnbsr^", d. i. Gottlob Ernst v. R., fi 14. Oktober 1716. 5ehrschön ist das v. Rechcnbergsche Wappen zur Darstellung gebracht auf dem Grabsteindes im Jahre 1482 gestorbenen Melchior v. R. in der Uirche zur heiligen Dreifaltig-keit in Görlitz. Ziehe die klbbildung in der zur Wiedereinweihung der genanntenUirche herausgegebenen Festschrift N. Zobels, 1910, Taf. 1, sowie in noch größererRusführung auf der Uunstbeilage zumDeutschen Herold", Nr. 10, 1911.

5) H. H. B. Frhr. v. Rechend erg a. a. G. 5. 53 und Tafel zwischen 55. 46und 47.

") Gothaisches Genealogischer Taschenbuch der Rdeligen Häuser, I.Iahrgg. (1900).-»