v. pomckau.
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Vieser, geboren zu Dresden am 2. September 1718, gestorben daselbst,nahezu erblindet, am 26. Februar 1802, Herr aus Klipphausen, kur-fürstlich Sächsischer Kriegsrat, ist rühmlichst hervorzuheben als Kennerder Sächsischen Geschichte und Sammler einer bedeutenden Bibliothek, dieer in selbstlosester Weise der Universität Wittenberg vermachte. NachVerschmelzung der Universität Wittenberg mit Halle wurde die„ponickausche Bibliothek" nach Halle gebrachtH. - Daß er den ihm am11 . September 1776 verreichten dritten Teil an den MannlehngüternPohla, Schönbrunn und Taschendorf 1780 seinen Vettern JohannFriedrich und Johann Dietrich verkaufte, haben wir bereits erwähnt(vergl. S. 488).
II. Ust.
Johann Lhristoph I. v. p., der dritte Sohn Hans Georgs I.,geboren am 25. März 1652, gestorben am 31. Oktober 1726, Herr auspomßen, königlich polnischer kurfürstlich Sächsischer Kammerherr undLtistshauptmann zu Wurzen, erhielt gemeinsam mit seinem BruderJohann am 23. Februar 1673 die Lehn von Schönbrunn und Taschen-dorf. Zufolge brüderlicher Teilung vom Tage Johannis 1676 f24. Junisfielen beide Güter an den älteren Bruder Johann (vergl. S. 484).
Lin Sohn Johann Thristophs I. aus seiner zweiten Ehe ist JohannGeorg v. p. a. d. H. pomßen, geboren am 2. Juli 1716, gestorben am21. Rugust 1780, „gewesener adelicher älterer evangelischer Baumeisterin der Kaiserlichen und des heiligen Reichs Burg Friedberg, adelicherSechser in der Stadt Friedberg und untersetzter Ganerbe in der Gan-erbschaft Staden". Lr wurde begraben in der Stadtkirche zu Rltenstadtin der Wetterau. Drei Söhne hinterließ er: Johann ThristophFriedrich, Oberstleutnant des oberrheinischen Kreises und General-adjutant des Prinzen Georg von Hessen-Darmstadt in DarmstadHJohann Georg Hartmann Wilhelm, Premierleutnant des königlichpreußischen v. Woldeckschen Infanterieregiments und Johann FriedrichHeinrich Ludwig, Fähnrich im kurhannöverschen v. NoedenschenRegiment.
Der letzte Sproß der v. p. pomßener Linie, der königliche Kämmererund erbliche Reichsrat der Krone Bagern Johann Julius KarlBugust Freiherr v. p. auf Gsterberg, starb am 28. November 1890 aufSchloß Sankt Mang in Füssen ohne männliche Nachkommen.
Nicht einzureihen vermögen wir folgende Geschlechtsvettern:
Jakob v. p. auf Neschwitz und Königswartha, vermählt mit
H Liehe über ihn namentlich Gtto, Gberlaus. Lchriftsteller-Lexikon, II, 5.81b.Daselbst ist auch die ihm 1795 gewidmete Medaille beschrieben: Lchulze, Lupplement-band, 5.340: Mgem. Deutsche Biographie Bd. 26, 5.410: 0. Langguth, „JohannKugust v. ponickau, ein gelehrter Bibliophile des 18. Jahrhunderts" im Lentralblattfür Bibliothekswesen, VIII. Iahrgg., 6. Heft, iggi, Z. 241—275.