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Hause und ohne Aufgebot am 24. Mai 1766 h. Nach dem am 17. Mai1767 erfolgten Tode ihres Gattenh bat Frau Laroline Sophie Wilhelmineam 25. Mai desselben Jahres um einen Kurator.
Ihr Bruder Johann Nudolph August v. Nodewitz setzte sie als Erbinseines Gutes Neudorf an der Spree (bMO von Bautzen) ein. Sie ver-zichtete aber 1789 wegen hohen Alters und Kränklichkeit auf den Antrittder Erbschaft zu Gunsten des instituierten Miterben Earl Ernst Georgsv. Ziegler und Klipphausen. Im folgenden Jahre, am 7. Juli 1790 inder zwölften Mittagsstunde starb sie zu Dresdens.
Wappen: Im silbernen Schilde zwei rote pfähle. Kleinod: Offenerschwarzer Flug. Decken rot-silbern.
v. polenz.
Das Meißnische uradelige Geschlecht v. polenz mit dem gleich-namigen Stammhause bei Meißen, tritt urkundlich zum ersten Male imJahre 1283 aufh. Lines der hervorragendsten Glieder des Geschlechtswar der Landvogt der Niederlausitz Hans v. p., der in den Jahren 1424und 1427—1428 auch Verweser der Landvogtei der Oberlausitz warh.In der Oberlausitz erwarb er in der Zeit von 1419 bis 1432 eineAnzahl von Gütern, so einen Anteil von Pulsnitz, ferner Wiesa (880von Kamenz), das Städtchen Königsbrück, Nadmeritz (8 von Görlitz)°).
Von nun an bis gegen Ende des 16. Jahrhunderts begegnen wirkeinem Angehörigen des Geschlechts mehr, der sich in der Gberlausitzansässig gemacht hätte. Erst im Jahre 1576 erscheint neben Abrahamv. haugwitz auch ein Abraham v. p. als Besitzer des Gutes Neukirch(8^ von Bautzen). Er starb vor 1590, denn in diesem Jahre wird alsseine Witwe Sibplla v. p. genannt. Sein Sohn Hans Heinrich unter-schreibt im Jahre 1600 die Kirchenrechnung von Neukirch, wird 1604
I. oder 8. Martii zu Lausske seyn und heute hoffe den Minister dieserwegen aufzu-warten. Ich kan nicht läugnen, daß, so sehr mich vor dieser Haupt-Veränderungsonst gefürchtet, solcher nunmehr mit Vergnügen entgegen sehe und bin versichert,dieselben werden von der Person und Betragen meiner Braut zufrieden seyn. Jemehr ich es überlege, je mehr werde überzeuget, daß schwerlich eine glücklichefrejHeyrath würde haben thun können. Vas vermögen ist, wie letzthin gemeldet, ganz ansehn-lich, sie selbst aber eine gute Mithin, die eine erlaubte Menage mit Wohlstand zu machenweiß" . . . 6--5t.-kl. a. a. G. vol. II. Sie brachte ihrem Gatten 2000 Taler alsThegeld mit. Tr setzte 2000 Rtlr. als Gegenvermächtnis aus und konstituierte ihrnach adeliger Ort und Gewohnheit ein Leibgedinge auf 4000 Rtlr. Sie erhielt fernerals Witwe 100 Taler Hausgeld ^ einer Wohnung rc. H.-St.-R. a. a. V.
ff Zamiliengeschichtliche Blätter, 6. Iahrgang (1008), S. 53.
2 ) Laus. Magazin 1700, S. 234.
3) Ebenda.
ff Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Rdeligen Häuser, 1005 (6. Iahr-gang) s. v. v. polenz.
i) Räuffer, Rbriß der Gberlausitzischen Geschichte, II. Bd., S. 117, 118.
6) Rnothe, Geschichte des Gberlausitzer Rdels, 1870, S. 421. — Reiches Materialzur Geschichte Hansens v. p. findet sich in Iechts Ooäsx cliplomatiaus Rusatiassup. II, Bd. I, II, vergl. S. 815 der Registers, ebenso im OocisxIII, vergl. S.854 desRegisters. Im Loäsx II finden sich aus derselben Zeit noch erwähnt Hermann,Nikel und Wenzel v. p.