Druckschrift 
2 (1913)
Entstehung
Seite
439
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v. pötting.

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Lilie,- 2, 3: die ganze Gestalt eines Mohren. Lin anderes Siegel Wernerszeigt im 2. und 3. Felde anstatt der ganzen Gestalt nur den Rumpseines Mohren. Helm gekrönt. Kleinod: Die Lilie zwischen zwei schrägnach auswärts gerichteten Mohrenrümpfen h. Siebmacher, l. Supple-ment, Las. 2, Nr. lO gibt das Wappen folgendermaßen: Schild geviertohne Herzschild, l, 4: in Silber eine rote Lilie; 2, 3: in Not der grün-gekleidete Rumps eines goldgekrönten und mit goldenem Kragen ver-sehenen Mohren. Helm gekrönt. Kleinod wie oben. Decken rot-silbern.

v. pötting, Grasen.

Lin Glied des alten Österreichischen Rittergeschlechts v. pötting,das im Jahre 1605 in den Freiherrn-, 1637 in den Reichsgrasenstanderhoben worden war und am 5. August 1652 das Indigenatsdiplom fürBöhmen erhalten hatte, Franz Lusebius Neichsgras v. p., Freiherrauf Dberfalkenstein, Herr in Großkirchheim, aus Miltschin, Warnsdorfund Nieder - Leutersdorf, kaiserlicher Rat, Kämmerer, Vizekanzler imKönigreich Böhmen und Lrbburggraf zu Linz, kaufte am 17. Dezember1656 von den Loebelschen Lrben die nordböhmische Herrschaft Numburgnebst dem zu ihr gehörenden, aber in der Gberlausitz gelegenenGers-dorser Walde" (aus dem im Jahre 1657 Neugersdors, bM von Rum-burg, 88^V von Löbau ausgebaut wurde). Seit 1650 vermählt mit derTochter Hans Leonhards Loebel Freiherrn v. Greinburgh, starb er am

29. Dezember 1678 ohne männliche Lrben. Seiner Förderung ist dieGründung des Grtes Neugersdors zu danken, wenn sie auch vielleichtweniger aus Mitgefühl mit den ihres evangelischen Glaubens wegenAuswandernden, als aus der Absicht hervorging, die seine RumburgerHerrschaft verlassenden Bewohner auf seinem Gberlausitzischen Grund undBoden anzusiedeln und sie aus diese Weise sich zu erhalten h.

Des Grafen Franz Lusebius nächster Agnat, Johann SebastianGraf v. p., Herr auf Rabenstein, habern, Rumburg, Miltschin, Warns-dorf, Schirgiswalde und Nieder-Leutersdors, der Römischen KaiserlichenMajestät wirklicher Kämmerer und dero hoskammer, wie auch desköniglich Ungarischen Gubernii Rat, Lrbgraf zu Linz, erhielt am

30. August 1679 den Lehnbries über Neugersdors. Lr verkaufte imJahre 1681 die Herrschaft Rumburg und mit ihr Neugersdors an denFürsten Antonius Florianus v. Liechtenstein.

Wappen: Schild geviert. 1 und 4: In Rot ein an seiner größtennach unten gelegenen Konvexität entzwei geschnittenes goldenes Hufeisen,zwischen dessen beiden Hälften zwei goldene im Andreaskreuz liegendeNägel. 2 und 3: In Rot ein nach rechts springendes silbernes Wind-spiel mit goldenem Halsband. Zwei gekrönte Helme. Kleinod des

h H.-St.-N. Gen. t.oc.31763, plotho.

2) kl. Palme, Warnsdorf mit seinen historischen Denkwürdigkeiten, 1852, s. 16;R. kl. Zritsche, Drtsgeschichte der parochie Dersdorf, 1887, 5. 160; R. Lahmer,Geschichte der 8tadt Rumburg, 1884, L. 63.

h vergl. <l. Rlelzer, Lhronik von Neugersdors, 1Y03, S. 23.