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2 (1913)
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v. pentzig.

2. Kbraham Gotthard, * 2. Februar 1663, war im Jahre1685 Leibpage, wurde Kammerjunker, dann königlich polnischer kur-fürstlich Sächsischer Kammerherr und Oberst über die Garde der reitendenTrabanten. Georg Kbraham hatte testamentarisch bestimmt, daß Jeßnitzan Kbraham Gotthard fallen solle. So wurde er denn am 17. März1687 belehnt. Tr starb zu Dresden am 27. Februar 1701 im KIter von38 I. 3 lv. 5 T. und wurde am 4. März in der Sophienkirche daselbstbei Fackelbegleitung, Läuten der Glocken, Singen von Liedern undSprechen des Kirchensegens beigesetzth. Vermählt war er mit MariaEustachi« Gräfin lvurmbrand, Tochter des Grafen Johann Thristophv. lv., Köm. Kaiserlichen und Königlich Ungarischen und Böhmischen Erb-küchenmeisters. Die Lhestistung fand statt zu Dresden im März 1697.Die Braut erhielt neben Schmuck und Kleidung 1500 Taler MeißnischEhegeld, wogegen der Bräutigam sie aus Jeßnitz zu versichern versprach.In seinem Testament vom 25. Februar 1701 hatte Kbraham Gotthardseine Gattin und seinen Sohn Friedrich Gotthard v. p. als Erben ein-gesetzt^). von diesem ihrem Sohn schreibt Frau Maria Eustachi« imJahre 1703, er habedas andere Jahr seines Klters erreichet"). Sieverkaufte das Gut Jeßnitz, das sie bis dahin für 500 Tlr. jährlich ver-pachtet hatte, am 31. Mai 1703 an Kdolph Gottlob v. p. (siehe unten),einen Stiefbruder ihres verstorbenen Gatten.

3. Sophia Helena, * 23. März 1664, 1689, vermählt

1684 mit Hans Heinrich v. Zezschwitz aus Hähnchen h.

4. Georg Kdolph, * 6. März 1666.

5. Kdolph Gottlob, * 14. Dezember 1671, trat in k. pol-nische Kurf. Sächsische Militärdienste und kaufte, damals Oberstleutnant,von seiner Schwägerin Frau Maria Lustachia verw. v. p., geb. Gräfinlvurmbrand, am 31. Mai 1703 das Gut Jeßnitz für 12000 Tlr. und100 Tlr. Schlüsselgeld. Km 6. Juni 1703 wurde er belehnt, hierzuerwarb er, damals Generalmajor, am 31. Kugust 1718 von Tarl Gott-lob v. Theler das Lehngut Zescha <8 von Königswartha) für 25000Taler. Seine Belehnung verzögerte sich, da er zur Einholung der kaiser-lichen Erzherzogin mit befohlen war undüber die bei bevorstehendenKejouissancen ins Lampement einrückenden Trouppen das Eommandomitsühren sollte"). Km 6. Oktober 1719 erhielt er den Erbbrief überZescha, nachdem das Gut am 20. März 1719 aus Lehn in Erbe ver-

0 G. Vettrich, Monumenta und Epitaphia in der Sophienkirche zu Dresden,I70S, S. ZS, 126! kf.-St.-5I. Geneal. Boo. ZI7SZ, pentzig.

v. Doerr, Genealogische Daten über Exulanten, S.-5I. aus den Sitzungs-berichten der Kgl. Böhm. Gesellschaft der Wissenschaften, Klasse für Philosophie, Ge-schichte -c., Id00, S. 27.

tz Lehnsakten Jeßnitz.

v. Uechtritz, Diplomat. Nachrichten, I. Band, S. 210.

°) Schreiben des Grafen Wackerbarth an ihn, Dresden den II. Juli 17ly.Lehnsakten Zescha. Es handelte sich um den Einzug der Tochter des KaisersJosephs I., Maria Josepha, die sich I7Id mit dem Kurprinzen, dem späteren Kur-fürsten Friedrich klugust II. vermählte.