v. pannwitz.
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Allodial-Rittergut Gehna sammt Zubehör — welches er schon vorher durchmehrere Jahre in Pacht gehabt - käuflich an sich zu bringen, nunaber, um gegen das in dem Markgrafthum Gberlausitz dem Adel gegenbürgerliche Käufer adeliger Rittergüter zustehende Linstandsrecht gesichertzu sein, zugleich aber auch das Glück und Wohl seiner Nachkommen fürdie Zukunft auf eine dauerhafte Weise begründen, auch ihnen dadurcheine bleibende Anspornung zu rühmlichen Thaten und ausgezeichnetenWohlverhalten hinterlassen zu können, nichts sehnlicher wünsche, als indes heiligen Römischen Reichs Adelsstand erhoben zu werden und unsdaher derselbe allersubmissest gebeten hat, daß wir ihn sammt seinenehelichen Nachkommen beiderlei Geschlechts, in gerader Linie, absteigendenStammes, in des heiligen Römischen Reichs Adelsstand mit der Erlaubnißdes Nichtgebrauches allermildest erheben" . . .
George v. p. erhielt am 23. Oktober 1806 den Grbbrief über Gehna.Er verkaufte das Gut am 5. Februar 1816 an den Kaufmann ChristianGottlieb Wielisch in Bautzen.
Vermählt war George v. p. seit dem April 1808 mit SophieMarie Beate v. Schweinitz, geboren zu Fulneck in England am21. September 1770, gestorben zu Klein-Seidau bei Bautzen am 26. März1858, Tochter Moritz Christian Friedrichs v. Schw. und seiner GattinBenigna Elisabeth v. Gersdorff a. d. h. Siegersdorsh.
Wappen: Der Kaiser verlieh ihm folgendes Wappens:... „einen vonRoth und Gold gevierten Schild mit einem goldenen Kleeblatt in denrothen, und einem blauen wellenförmig gezogenen linken Schrägbalkenin den goldenen Ouartieren. Auf dem Schilde ruhet rechtsgekehrt eingekrönter, freiadeliger, offener, blau angeloffen- und roth gefütterter, mitgoldenem Halsschmucke und einer zur Rechten roth und goldenen, zurLinken aber blau und goldenen Decke behängter Turniershelm, aufwelchem zween ausgebreitete, rothe, mit goldenen Schwingfedern verseheneAdlersflügel erscheinen, deren jeder mit einem goldenen Kleeblatte belegtist" . . .
v. pannwitz.
Zu Ende des 17. und Anfang des 18. Jahrhunderts treten zumletzten Male Angehörige des Gberlausitzischen Geschlechts v. pannwitzunter dem landgesessenen Adel ihrer alten Heimat auf. Tarl Thristianv. p. aus dem Schlesischen Hause Albendorf, auf Thomaswaldau, kaufteam 2. Januar 1695 das Gut Nieder-Gerlachsheim im Winkel (bl>Vvon Marklissa) von Franz Ferdinand Grasen v. Gallas lehnsweise für3700 Taler und 100 Taler Schlüsselgeld ^). Am 8. Juni 1697 erwarber ferner von Tarl Gottlob v. Gersdorff das Gut Nicolausdorsvon Lauban) für 3600 Taler. Beim nächsten Landtage wurde er von
h Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser, 1904 , g. Jahr-gang, 5. 79l.
2 ) Lehnsakten Gehna.
») Neues Laus. Mag. Sd. 73, S. 88 .