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2 (1913)
Entstehung
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377
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v. Gdeleben.

Stangen, die oben durch ein quergelegtes silbernes Mühleisen zusammen-gehalten werden. Decken rot-silbern, Siebmacher III, Taf. l22, Nr. llunter denBayrischen". Supplement VII, Tas. 13, Nr. 5.

v. Odeleben, Freiherren.

Johann Christoph panisch, Dr. zur., ^err aus Niesa a. d. Elbe,hielt am 2. Juni 1790 beim Kurfürsten Friedrich August III. von Sachsenals Neichsvikar um Erhebung in den Freiherrnstand und Verleihung desNamens v. Odeleben anI. Sein Vater war, wie er in seinem Gesucherwähnt, Bürger-(Offizier in Dresden,bei welcher Function er besonderswährend des siebenjährigen Krieges durch seinen Eifer für das Wohlder Tommun manches Gute gestiftet und manches Schlimme gemildertoder abgewandt, aber auch viel erlitten". Der Bruder des Vaters warKommerzienrat und früher Armeelieferant gewesen, von mütterlicherSeite stammte der Bittsteller aus dem Mylius scheu Geschlecht,welchesbekanntlich seit mehr als einem Jahrhunderte zu Führung adlichenWappens privilegirt worden und wovon man auch adeliche und sogarfrey-herrliche Seitenzweige hat." Er selbst hatte, wie er schreibt,schonvor 2l Jahren die akademische Würde eines Doctoris ll. II. in Witten-berg und so, nach dem communiter angenommenen Grundsätze, nobili-tatem personalem erlangt". Er erhielt, Dresden den 7. August 1790,das Freiherrndiplom zugleich mit Verleihung des Namens v. Gdeleben.

Als seine Kinder hatte er in seinem Gesuch vom 2. Juni 1790genannt: a. Ernst Johann Ehristoph, b. Ernst Gottfried, c. ErnstOtto Innocentius, 6. Dorothea Ernestine Charlotte, e. ErnstFerdinand Maximilian.

a. Ernst Johann Ehristoph Frh. v. O. stand in SächsischenMilitärdiensten und erhielt am 27. Juli 1799, nachdem er neun Jahrelang Sous-Leutnant im Prinz Albrechtschen Thevaux-legers-Negimentgewesen, den Abschied als Premier-Leutnant^). Am 1. Oktober 1801kaufte er von James v. Buchan das Gut Kleinförstchen nebst preßkeund Siebitz (sämtlich V^LIV von Bautzen) und dem dazu gehörigen beiLossern gelegenen halben Drittel des Nothnaußlitzer Waldes, ferner nebstder Kirchenloge und Vegräbnisgruft zu Göda für 55 000 Taler. Am1. Juli 1802 erhielt er den Lehnbrief ausgefertigt, am 18. Juli 1812 ver-kaufte er das Gut für 38 000 Taler an den Gekonom Johann GottlobJentsch in Jessen bei Pillnitz.

d. Ernst Gottfried Frh. v. G?), geboren am 13. Oktober 1773,gestorben am 3. Februar 1828, königlich Sächsischer Nittmeister zuFreiberg 4).

tz kj.-5t.-kl. Noe. 3128, ktcta Reichs - vicariats - Zachen, Gratiosa, so 1790,vol. III, Bl. 49, I0S, 122 ff.

-) tz.-Zt.-kl. Gen. Noe. 11363, Gdeleben.

tz Neuer Nekrolog der Deutschen, VI. Jahrgang, 1828, I, 5. 76 ff.

tz Tine handschriftliche Beschreibung seiner im Jahre 1801 gemeinsam mitseinem Bruder Trnst Gtto Innocentius nach Paris unternommenen Neise befindet sichim Rörnermuseum in Dresden.