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2 (1913)
Entstehung
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357
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v. Nostitz.

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II. Zweig.

(Zweig Keichwalde.) Hans Heinrich v. K., der älteste Lohnzweiter Ehe Hansens aus Krobnitz, Ullersdorf, Baarsdorf, geboren imJahre 1639 h, erbte von seiner Schwester Katharina v. Kottwitz, geb.v. N., die Güter Lissa (dl von Görlitz) und Nieder-Lohra (blbiO vonGörlitz). Gr kaufte ferner von Lophia Elisabeth v. Gersdorff, geb. v. U.,die von ihrer Muhme, der eben genannten Katharina v. Kottwitz, dasGut Klingewalde (bl von Görlitz) geerbt hatte, dieses Gut. Auch Zodel(bl von Görlitz) war in seinem Besitz, er kaufte es von seinem BruderLaspar Lhristoph und erhielt am 23. Juni 1673 den Erbbriesh. Klinge-walde verkaufte Hans Heinrich am 4. August 1677 mit Konsens der Land-stände für 4000 Taler an den Or. inoll. Ehrenfried Hagedorn. DieserKauf scheint rückgängig geworden zu sein, denn am 13. September 1677veräußerte er das Gut an den vornehmen Görlitzer Bürger ThristianSchneider für 4000 Taler Kauf- und 200 Talerhonorationgeld". Zodelverkaufte er 1681, am 10. Mai 1688 auch Lissa samt zugehörigem Teil vonSohra an den Görlitzer Bürgermeister Andreas Sommer. Dafür erwarb HansHeinrich nun vom Vormund der Söhne Georg Taspars v. U. (vergl. S. 368)das Gut Ouolsdorf (bM von Uothenburg) für 15000 Taler und 200Taler Geschenkgeld am 22. August 1681, verkaufte es aber am 24. Sep-tember 1695 wieder an den Freiherrn Kudolph v. Gersdorff aus Weichau,von den Kindern Hans Taspars v. Metzradt kaufte Hans Heinrich endlichim Jahre 1687 das Erbgut Keichwaldeh (^V von Kothenburg, amschwarzen Schöps) samt Wunscha (bl von Keichwalde, am weißen Schöps)für 26 000 Taler und 200 Taler Verehrungsgeld.

Hans Heinrich starb am 4. Juni 1707. vermählt war er: I. mitAnna Elisabeth v. Landeskron a. d. h. Lessendors, die am 17. Januar1673 in Geburtsschmerzen im Alter von 33 Jahren starb Hs II. mitKatharina Elisabeth v. Kackel. Folgende Kinder Hans Heinrichssind bekannt (16):

1. I. Taspar Lhristoph, geboren zu Lissa am 1. Juli 1667,gestorben als königlich polnischer kurfürstlich Sächsischer Oberst am 5. Juli1728 im Alter von 61 I. 4 T?). Lr kaufte, damals Hauptmann, amWalpurgistermin 1703 von Lhristoph Siegmund v. Kaussendors das Lehn-

H Müller, Mspt. lieft III, s. 28: v. Nostitz, Beiträge, s. Id8.

h Jodel war dem Hans Heinrich vom kurfürstlichen kirnt Görlitz zu Erbe ver-reicht worden. Dieses klmt betrachtete er als seine Gerichtsbehörde und hatte deshalbim Jahre 1679 einen Streit mit der Stadt Görlitz, weil deren Nat sich die Juris-diktion über ihn angemaßt hatte.

h Die Gemeinde zu Reichwalde klagte 1699 gegen ihre Herrschaft Hans Heinrichv. Nostitz, daß er ihr die Heide und Holznutzung entziehe, daß er sich den Gemeinde-teich anmaße, neue Teiche anlege und durch deren Rblassen ihre Felder überschwemme,daß er vor zwei Jahren die Glocken vom Rirchturm genommen und nach Görlitzgeführt habe. H.-St.-R. Boo. 9533, Vas 78. Buch Dberlaus. Justizsachen 1699 bis1703, Fol. I ff- - Die Schön- und Schwarzfärber zu Görlitz beschwerten sich 1703 beimRurfürsten über ihn, da er in Reichwalde eine Färberei und Mangel anlegen wollte.H.-St.-R. Boa. 9535, das 87. Such Dberl. Justiz-Sachen 1702-1706, Fol. 124 ff.

h Gottfried Berger, Einige geschichtliche Nachrichten das Kirchspiel Lissabetreffend, 1805, S. 5. °) B. I. 30, Mspt. 1. Teil, S. 566 567.