Druckschrift 
2 (1913)
Entstehung
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333
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v. Nostitz.

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7. Elias, geboren am 4. Januar l57y, erwarb die GüterUllersdorf und Vaarsdorf, l6l4 aus seines Bruders Hans Nachlaßauch die Güter Wiesa und Thiemendorf. Am ll. Januar 1630 kaufteer von Gottfried Nickardt auf INengelsdorf einen Gärtner zu Ditt-mannsdorf (NINI'W von Neichenbach) für 150 Ntlr. Er war Landes-ältester des Görlitzischen Kreises, Unterzeichnete im Jahre l619 das Lehns-paktumh, gehörte in demselben Jahre zu denDefensoren" und warim Jahre 1621 einer der drei Abgesandten der Landstände, die sich nachDresden begaben, um den Akkord vom 21. Februar des genanntenJahres zum Abschluß zu bringen ^). Er starb zu Ullersdorf am 12. De-zember 1634 im Alter von 56 Jahren und wurde daselbst bestatteth. ver-mählt hatte er sich: l. mit Anna Dorothea v. Temritz, die im Jahre1615 im Alter von 27 Jahren starb und in Ullersdorf begraben wurdeII. mit Anna Beatrix v. Kottwitz a. d. h. Warnsdorf. Sie verschiedam 3. Dezember 1632 im Alter von 32 I.°). Aus erster Ehe hatte erein Zwillingspaar: Taspar Heinrich und Elias Friedrich, geboren am22. März 1615, gestorben an demselben Tageh. Er errichtete am 28. De-zember 1626 eine Majoratsfundation, der er ein Kodizill vom 8. Novem-ber 1634 beifügte und bestimmte zu Erben den Sohn seines BrudersLhristoph: Hans v. N. auf Krobnitz, ferner die beiden Söhne seines Stief-bruders Wolf: Taspar v. N. auf Jänkendors und Wolf Friedrich v. N.auf Nieder-Nengersdors. Hans erhielt Ullersdorf und Laarsdors, WolfFriedrich Wiesa und Thiemendorf").

h Vberlaus. Lollektions-IDerk I, 5. 1055.

'tz Käuffer, Nbriß der Dberlaus. Geschichte, IV. Bd., 5. 154.h Ebenda, IV, S. 170.

4) Elias v.N. hatte im Jahre 1606 den Samuel v.Gersdorff aufNlücka erstochen. OieGörlitzer Thronik (Mspt. 4 2 m in der König!. Bibliothek in Dresden, Bl. 76) berichtethierüber: Beim Nachhausereiten aus Görlitz am 8. kluguft 1606hat unterwegesJoachim v. Nostiz Samuel v. Girsiurff zur Miekaw, sonst Mieke-Hänsel genandt, imvors Schlauert sLchlaurolh, ^V von Görlitz) ein Ungelegenheit angefangen und istvon einem andern Juncker Elias von Nosliz erstochen worden. Oes andern Tageshernach ist er sder v. Dersdorfs) gerichtlichen aufgehoben worden durch den E. T. BernTobiam Schnittern, Stadtrichter, h. RUchael Büttner und h. Bartholomeus ^acobus,Schöppen und Hern Georg Uttman, Notarius. hernach den 14. dieses ist das peinlicheHalsgerichte gehalten worden auf dem Landthause in Bepwesen des ks. hoffrichtersvon Budissin und dan von Georg von Nostiz, haubtman zn Görlitz, auch in BepwesenRichter und Schöppen von der hohen Kirchen, so an einem andern Tische besundersgesessen, auf jeder Bank einer sonderlich. Oer todte Törper ist auf das Landthausgetragen worden. Nachdeme nun die Leremonien des peinlichen Halsgerichtes vollendet,stehet ein jeder Richter und Schöppen von der hohen Kirchen von seiner Banck auf,darauf er gesessen, stösset dieselbe hinder sich mit den Füssen umb, gehen davon,hernach den 18. dieses ist der Törper, so starck geruchen, zu unser Frauen MarienNiderkirche begraben worden. Gott sep der Sehlen gnedig. Und hat der newprimarius das erste Leichtuch bekommen". hohkirch (NO von Görlitz, früherMelirdorf genannt) war dem jedesmaligen Nmtshauptmann von Görlitz zuständig.

°) I.G.Müller, Kirchliche Nachrichten von Iänkendorf und Ullersdorf )1801 ),S. 36.o) Ebenda, S. 36.

') v. Nostitz, Beiträge, S. 106.h Ebenda, S. 160.