v. Nostitz.
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Christoph Wenzel und Johann Ignatius Hartwig pflanzte dermittlere die Linie fort.
Christoph Wenzel, auf Nokitnitz, Seisersdorf, profen, Lobris,wurde kaiserlicher wirklicher Geheimrat, Kämmerer, Landeshauptmannverschiedener Schlesischer Fürstentümer, kaiserlicher Gesandter in Polen.Cr schloß l686 im Namen des Kaisers mit dem Kurfürsten FriedrichWilhelm von Brandenburg eine Offensiv- und Desensiv-BIIianz und über-gab ihm das Fürstentum Schwiebus. Christoph Wenzel, geboren imJahre 1645, starb zu Lobris am 16. Februar 1712 und wurde bei denKapuzinern zu Schweidnitz bestattet h.
In den Böhmischen Grasenstand wurde er, Wien den 27. Juli 1675,erhoben, das Prädikat hoch- und Wohlgeboren wurde ihm, Wien denZI. Dezember 1686, verliehen. Zum Neichsgrasen wurde er am 27. No-vember 1692 ernannth. Der Kaiser erteilte ihm auch 1673 die Mit-belehnschast an der Neichsgrafschast Nieneck in Unterfranken.
vermählt war Christoph Wenzel: I. mit Maria Juliana GräfinMettich, gestorben zu Breslau am 7. März 1706s II. seit dem 29. Okto-ber 1708 mit INaria Elisabeth Freiin v. Schönau. Cr hatte zweiSöhne: Johann Carl Martin Christoph und Otto Wenzel. DieLinie blüht noch.
2. Nst. (Linie zu Nieneck).
Johann Hartwig v. N?), der jüngere Sohn Hansens, geboren aufdem Schlosse zu Kunzendors im Jahre 1610, wurde vom Bruder seinerMutter, Otto Freiherrn v. Nostitz aus Nieder-Neundorf (vergl. S. 263), inder katholischen Konfession erzogen. 1638 wurde er Beisitzer des Kammer-gerichts zu Prag, 1644 oberster Landrichter des Königreichs Böhmen,1652 oberster Hofkanzler, 1657 oberster Landkämmerer in Böhmen.Er bekleidete auch die Würde eines wirklichen kaiserlichen Konferenz-ministers. 1673 wurde er mit einem Teil der Neichsgrafschast Nieneckbeliehen, den er nach Nbsterben der letzten Grafen v. Nieneck vom Kur-fürsten zu Mainz als ein dem Erzstift Mainz heimgefallenes Lehn käuflicherworben hatte. Er erhielt dadurch Session und Votum auf den Reichs-tagen und Kreistagen auf der Fränkischen Bank. Er besaß ferner dieHerrschaften und Güter Falkenau, heinrichsgrün, Türmitz u. a. m. JohannHartwig war, Prag den 6. Nugust 1646, in den Böhmischen Grasenstanderhoben worden; das Prädikat hoch- und Wohlgeboren wurde ihm,Negensburg den 12. Februar 1664, bestätigt^). Seine Erhebung in denNeichsgrafenstand erfolgte am 29. Dezember 1673. Er starb am 27. März1683. vermählt war er: I. mit Maria Katharina Gräfin Zdiar;II. mit Eleonora Maria v. Lobkowitz, Witwe Heinrich WolsgangsBerka Grasen v. howora zu Duba und Leipa. Seine Söhne zweiter
1) Ebenda. Linapins nennt ihn „Neros ot> summam prucisntiam etGloriosa merita multis ma^nisgus tionoribus illustris": Larpzov a. a. V. II, 5. 74.
h r>. voerr a. a. V. L. 160, I6d; Uneschke, Deutsche Grafenhäuser II, 5. 163.
2) vergl. Linapins a. a. G. II, 5. 160; Müller, Mjpt. kfeft II, 5. 16.
tz v. voerr a. a. D. S. 128, 147; Rneschke, Deutsche Grafenhäuser, II, S. 163.