v. Nostitz.
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I. Nebenlinie Nieder-Neundorf.
Hieronymus d. A. v. N., der älteste Lohn Dttos, geboren imJahre 1523h, besaß die Güter Nieder-Neundors und Kaltwasser(8 von Rothenburg) und starb im Jahre 1584 h. Seit dem Jahre 1562war er Nmtshauptmann des Fürstentums Görlitz h. vermählt war er:I. mit Dorothea v. Nostitz a. d. h. Rothenburgs II. mit Katharinav. Temritz. Seine zweite Gattin schenkte ihm zwei Söhne:
Gtto.
8. Hieronymus d. I.
Gtto v. N., Sohn hieronymi d. A., geboren im Jahre 1574h,wurde Reichshosrat und Vizekanzler des Königreichs Böhmen und erwiessich den Deputierten der Gberlausitzischen Stände, die im Jahre 1622eine Aussöhnung mit Kaiser Ferdinand II. und eine Bestätigung ihrerPrivilegien zu erreichen suchten, sehr förderlich. Tr gehörte auch zuden kaiserlichen Kommissaren, die am 23. Juni 1623 dem KurfürstenJohann Georg l. von Sachsen die Markgrasentümer Gber- und Nieder-lausitz für die von diesem ausgewendeten Txekutions- und Kriegskostenpfandweise übergabenh. Gtto, der den katholischen Glauben angenommenhatte und sich großen Ansehens am kaiserlichen Hose erfreute, wurde1623 in den Freiherrnstand erhoben. Tr brachte nach der Hinrichtungdes ehemaligen Gberlausitzischen Landvogts Joachim Andreas Grasenv. Schlick ('s 21. Juni 1621) dessen Herrschaft Falkenau in Böhmen ansich, erwarb auch die Herrschaft heinrichsgrün sowie die Güter Schönauund hlinay und Tschochau in Böhmen. Tr starb zu Wien im Jahre1639 unvermählt. Es beerbte ihn sein Neffe Hans Hartwig, der spätereGraf v. N., der Sohn des Johannes (Hans) v. N. a. d. h. Tzschochaund dessen Gattin Sophie, geb. v. Nostitz, einer Schwester Gttos.
8. Hieronymus d. I. v. N., gleichfalls ein Sohn hieronymi d. A.,wurde geboren am Mittwoch nach Martini 1584 s18. Novembers h.Siebzehn Tage alt verlor er seinen Vater. Mit 13 Jahren kam er aufdie Schule nach Görlitz, mit 19 Jahren aus die Universität Marburg,zwei Jahre später nach Heidelberg. 23 Jahre alt trat er eine Reisenach Frankreich, Italien, Tirol, Böhmen an und übernahm nach seinerRückkehr die väterlichen Güter Nieder-Neundorf und Kaltwasser.In einem Streit mit Abraham v. Uechtritz und Steinkirch auf Paulsdorfwurde er von diesem am 11. Juli 1619 abends zwischen sieben und
y Larpzov a. a. V. II, S. 77.
-) Nach der Leichenpredigt auf den gleichnamigen Sohn dieses Hieronymus,den am Mittwoch nach Martini 1584 sI8. Novembers geborenen Hieronymus d. I-v. N., starb Hieronymus d. 6., als sein Sohn 17 Tage alt war. — Vas Epitaphiumdes Hieronymus d. Ü., wenige Tage vor seinem Tode von ihm selbst verfaßt, ist ab-gedruckt bei Larpzov a. a. V. II, S. 77.
I Näuffer, Nbriß der Vberlaus. Geschichte, III. Bd., S. 366.
y N. F. Schön a. a. G. S. 19 ff.
h Siehe über ihn Larpzov a. a. G. II, S. 77: Müller, Mspt. Heft II, S. 31.
Großer, Lausitzische Merckwürdigkeiten, 1714, I, S. 243.
I p. Schubert, Pastor z» Nothenburg, „Vinclox maximus", Leichenpredigtauf Hieronymus v. N.