Druckschrift 
2 (1913)
Entstehung
Seite
256
Einzelbild herunterladen
 

256

v. Ritsche.

7. Mai 1801 verkaufte sie das Gut an Ferdinand Traugott prenzelv. Bucherfeld und starb am 21. April 1805 zu Bautzen. Kn der Seiteihres Gatten fand sie ihre letzte Ruhestätte ft. Andreas Mtsches Neffeund Pflegesohn war Andreas Nitsche, der einzige hinterlassene Sohnseines verstorbenen Bruders, des Einwohners zu Bautzen Johann Nitsche.Vieser Andreas Nitsche d. I. wurde am 20. Juni 1776 zu Bautzen geborenund studierte in Leipzig und Jena Medizin. Am 24. Mai 1805 kaufteer von vr. Christian August Stöltzer das Rittergut und Städtchen Mark-lissa (8 von Lauban) mit RIein-Beerberg, ferner das RittergutSchadewalde (dl von Marklissa) mit Altstadt, den zwölf Hufen undPrettin (pertinentien von Schadewalde). Andreas war vermählt mitLhristiane Friederike geb. Modrachft, einer der Töchter HeinrichGottlobs M. (fl 25. Juni 1818). Vieser seiner Gattin verkaufte Andreassein Mannlehnrittergut Marklissa mit RIein-Beerberg und Zubehör, sowieSchadewalde am 12. Februar 1820 und kaufte dafür von den Erbenseines Schwiegervaters dessen Gut Markersdorf (^ von Görlitz) für12 500 Taler am 30. Mai 1821. Andreas starb am 17. Mai 1845 ft.Sein Geschlecht blüht noch.

Raiser Franz II. hatte, Wels den 2. November 1804, den vi'. raoll.Andreas Nitsche, dersich ausgezeichneten Ruhm und Ansehen hep seinenMitbürgern in der churfürstlich Sächsischen Sechsstadt Görlitz zu erwerbenbeflissen gewesen, durch seine eheliche Verbindung mit einer Tochter desGörlitzischen Stadtraths Modrach und Besitzers des Ritterguts Markers-dorf mit den ansehnlichsten Familien in Verwandtschaft gekommen, zu-gleich auch bey dem Besitze eines ansehnlichen eigenen Vermögens dasRittergut Schadewalde nebst Zubehörungen käuflich an sich gebrachthabe" ... in des heiligen Römischen Reichs Adelsstand mit Bewilligungdes RrivilkZft non usu erhoben und ihm folgendes Mappen ver-liehen: . . .Einen von Golde und Roth nach der Länge getheiltenSchild mit einem schwarzen Adler, die Zunge roth ausgeschlagen undeine silberne Rrone um den hals im goldenen, einen goldenen Löwenaber, einen silbernen Anker in beiden Pranken haltend, im rothen Felde.Auf dem Schilde ruht rechtsgekehrt ein gekrönter, frei adeliger, offener,blau angeloffen und roth gefütterter, mit goldenem Halsschmucke undeiner zur rechten roth und goldenen, zur linken aber schwarz und goldenenDecke behängter Turniershelm, auf dessen Rrone zwei) ausgebreiteteAdlersflügel, ein schwarzer und ein goldener, dazwischen aber ein roth-bekleideter Arm mit einem blanken Säbel in der Faust erscheint" ft . . .

0 Laus. Monatsschrift 1805, Lhronik s. 31.

ft Nach Nngabe des Gothaischen Briefadeligen Taschenbuchs I. Jahrgg. (1907),S. 582 war sie seine erste Gemahlin, seine zweite Marie v. Heinrich, * ig. November1800, ch 4. Mai 1858. ft. G. Mischke, Lhronik des Dorfes Schadewalde, 1842,S. 21 gibt an, Nndreas v. N. sei 1820 von seiner ersten Gattin Lhristiane FriederikeModrach geschieden worden. Sie vermählte sich wieder mit dem Hauptmann undLandesältesten Franz Giersberg.

ft Gothaisches Briefadeliges Taschenbuch 1907, S. 582.

ft Nach der Nbschrift des Ndelsbriefs in den Lehnsakten Marklissa.