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2 (1913)
Entstehung
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221
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v. Modrach.

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Wappen: Stammwappen: Schild von Schwarz und Silber inSpitzenschnitt je zwei und einhalbmal geteilt. Helm gekrönt. Rleinod:Lin rot-silbern gevierter Bach besteckt mit fünf abwechselnd schwarzenund silbernen Straußenfedern. Decken schwarz-silbern.

v. Modrach.

Die Schlesische Familie v. Modrach, seit dem Jahre 1530 bekannt'),saß von 1626 an im Breslauer Rat, hatte eine Rapelle bei Elisabethund gehörte dem Landadel an^). Veit Ferdinand v. M. auf Rathen,Hermannsdorf, Wohnwitz und Strachwitz, des Fürstentums Breslau ge-wesener königlicher Mann und Landesältester, gestorben im RIter von67 Jahren am 24. November 1719"), wurde, Wien den 17. November1713, in den Böhmischen Freiherrnstand erhoben^).

Line sich gewöhnlich nicht adelig schreibende Linie des Geschlechtsbegegnet uns in der Gberlausitz. Heinrich Gottlob I. M?), geborenin Dresden im Jahre 1684 (berechnet nach der Rltersangabe bei seinemTode), Sekretär am königlich Polnischen kurfürstlich Sächsischen Rmt desFürstentums Görlitz, besaß die Güter Nieder-Markersdorf und Holten-dorf (beide M von Görlitz) und starb im RIter von 72 I. 5 M. 4 T.am 21. Rpril 1756. vermählt war er mit Rosina Tugendreichpreibisius, gestorben am 14. Rugust 1742 im Rlter von 55 I. 20 W.,einer Tochter des lluv. Die. und Rmtssekretärs Lhristoph p. in Görlitzund dessen Gattin Thristiane geb. Rlberti.

Zwei Söhne Heinrich Gottlobs I. sind uns bekannt (-V-L):

Heinrich Gottlob II. M., Erb- und Gerichtsherr aus VorwerkMarkersdorf und Holtendorf, gestorben am 11. Mai 1763, vermähltam 26. Rpril 1745 in kinderloser Ehe mit Lharlotte TugendreichSchäfer"), geboren zu Görlitz am 3. September 1723 als Tochter desGörlitzer Bürgermeisters Lhrensried Schäfer ('s 1738) und seiner GattinRnna Helena Nicius ('s 1733). Nach einem 23jährigen Witwenstandestarb sie zu Markersdorf am 13. Februar 1787 nachmittags in derzweiten Stunde im RIter von 63 I. 5 M. 10 T.,' am 18. d. M. wurdesie in Görlitz bestattet.

6. Johann Gottlob M.H, geboren zu Görlitz am 2. Februar1720 abends '/s7 Uhr, besuchte das Gymnasium seiner Vaterstadt, bezog1738 die Universität Leipzig, wurde 1742 Gberlausitzischer Rdvokat,1743 Rktuar aus dem königlich polnischen kurfürstlich Sächsischen Rmt zuGörlitz. 1748 kam er in das Ratskollegium, 1754 in das Skabinat,1765 wurde er Prokonsul, 1766 dirigierender Bürgermeister. Dieses

Sinapius, Schlesische Luriositäten, II. Teil, 1728, S. 384.

H Schlesiens Vorzeit in Bild und Schrift, 42. Bericht, 1879, S. 397.

H Sinapius a. a. <v. II. Teil, S. 383.

H v. Ooerr, Der Ndel der Böhm, Kronländer, 1900, S. 198.

H Neue Laus. Monatsschrift 1802, I, S. 60.

H Ihr Nekrolog im Laus. Magazin 1787, S. 89.

") Nekrolog in der Neuen Laus. Monatsschrift 1802, I, S. 60. Siehe auchG. F. Dito, Lexikon der Vberlaus. Schriftsteller und Künstler, II. Bd., 1802, S. 620.