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2 (1913)
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v. Minckwitz.

vom Gberamt einen Indultschein wegen gesuchter Lehn der RadiborerGüter. In der brüderlichen Teilung vom 6. April 1645 gelangte dasGut Malsitz an ihn, während an Ehrenreich, wie erwähnt, Radiborgefallen war. Laspar Christoph starb am 23. April 1662. vermähltwar er mit Barbara Sophia v. ponickau a. d. h. prietitz, die imJahre 1646 starb. Gb er noch eine zweite Ehe einging, ist unbekannt.Caspar Christoph hinterließ fünf unmündige Söhne und, soweit bekannt,eine Tochter (1-6):

1. Caspar Ehrenreich. Siehe unten.

2. Georg Rudolph, kurfürstlicher Rammerjunker und Haupt-mann, kaufte von seinen Brüdern Taspar Ehrenreich und Carl Adolphderen Rnteile am väterlichen Gute Malsitz zu Michaelis 1677 und empfingam 8. Rugust 1678 die Lehn. Er starb am 15./25. August 1697 alsköniglich polnischer kurfürstlich Sächsischer Rammerherr und Oberst. Mal-sitz fiel nun an seinen Bruder Laspar Lhrenreich.

3. Earl Adolph, von ihm fehlen alle Nachrichten, er starbum das Jahr 1677.

4. Hans Christoph, gestorben am 11. November 1674h.

5. Gottlob Lhrenreich, gestorben minorenn zu Meißen am24. April 1673h.

6. Sophia Helena, geboren 1644, gestorben zu Leipzig am23. Januar 1689, vermählt: 1. 1661 mit Wenzel v. Metzradt aus Sohland,-II. 1668 mit Christoph Abraham v. d. Sahlah.

1. Laspar Lhrenreich v. M., der älteste Sohn Laspar Christophs,geboren am 11. Juli 1643 h, suchte in Vormundschaft seiner unmündigenBrüder im Jahre 1667 die Lehn über Malsitz, nachdem Ferdinandv. Bieberstein auf Forst und pförten die an Malsitz praetendierte Lehnvermittelst eines Vergleichs zwischen ihm und Laspar Ehrenreich aufge-geben hatte. Caspar Ehrenreich und sein jüngerer Bruder Earl Adolphverkauften zu Michaelis 1677 ihre Anteile an Malsitz ihrem BruderGeorg Rudolph. Nach dessen Code (ch 15./25. August 1697) fiel Malsitzwieder an Laspar Lhrenreich, der am 9. Mai 1698 mit dem Gute be-lehnt wurde. Das Gut Lomske (bMO von Radibor) hatte LasparLhrenreich gemeinsam mit seinen Brüdern bereits im Jahre 1669 an Carlv. ponickau verkauft, von seinem Vetter Loth Gotthard v. M. (vergl. LinieLindenau 5.209), der am 9./19. Februar 1678 gestorben war, hatte CasparEhrenreich die Niederlausitzische Herrschaft Drehna sowie das Gberlausitzi-sche Gut Lindenau geerbt. Am 7. Februar 1680 wurde ihm zu Allodund Erbe verreicht das Erbgut Lindenau nebst dem Dorfe Burkersdorf,sonderlich der Wald zu Lindenau ganz und gar, darinnen Niemandeskeine Gerechtigkeit, dann die Einwohner des Dorfs Lindenau, so zu ge-meiner ihres Hauses Feuers Nothdurft (jedoch keine zu verkaufen) Vrenn-

0 kj.-Lt.-O. 6oo. 9348 , Das 9. Buch (Oberlauf. Lebens - Zachen, 1680-1704,Zol. 121.

-) Ebenda, Zol. 121.

h Ioh. Bened. Larpzav, Leichenpredigt auf sie.tz Zcheidemantels Kollektaneen im pfarrarchiv zu Krappen.