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v. Millitz.
Heinrich, der mit Helena v. haugwitz, einer Tochter Lhristophsv. h. auf Rlt-Seidenberg vermählt war, hatte zwei Söhne (H.-L)h:
Siegmund v. M., der sich vermählte: I. am 11. Dezember l640zu Tschernhausen mit Lunigunde v. Rindfleisch a. d. h. Zwecka; II.mit Rnna Maria v. vebschitz a. d. h. Gertmannsdorf, geboren 1617,gestorben 1688, Tochter Georges v. v. Sie heiratete nach SiegmundsTode Rudolph v. pentzig aus Wanscha.
B. Hans Rbraham v. M. weigerte sich das verschuldete StückgutTschernhausen zu übernehmen und überließ es den Gläubigern, die esam 20. Rpril 1651 für 2850 Fl. an den Burggrafen zu Friedland GeorgSpöth verkauften, von dem es Graf Rnton Pankratius Gallas erwarb h.Hans Rbraham begab sich in die Dberlausitz^). Roch in die Zeit seinesRusenthalts auf Tschernhausen fällt es, daß er gemeinsam mit einigenanderen Rdeligen am 25. (Oktober 1643 während des Jahrmarkts zweiSeidenberger Bürger aus dem Rathause schwer verwundeteh. HansRbraham kaufte, nachdem er zunächst Rieder-Bellmannsdors (8ZVvon Lauban) besessen hattet, am 19. Oktober 1661 von Frau HeleneMaria v. Schwanitz, geb. v. Unwürde, das Gut Mittel-Gerlachsheim(88>V von Lauban) für 850 Rtlr. Da die Verkäuferin später den Raus„difficultirte" und umstoßen wollte, so kam die Rngelegenheit vor daslluäieium oräinarium und wurde nach mehreren Tagsahrten endlichdurch gütliche Transaktion erledigt").
Hans Rbraham, der am 4. Rugust 1680 starb h, war zweimal ver-mählt^): I. mit Rnna Helena v. Gersdorss, Tochter Laspars v. G.auf Leuba und der Sabina geb. v. pentzig. Sie starb am 26. Juli 1659im Wochenbett; II. am 1. Dezember 1662 mit Ratharina Elisabethv. Bischossheim, Tochter Georg Heinrichs v. B.
') Kloß, Geneal. Nachrichten, Nkspt., Band X, v. Miltitz.
2) Neues Laus. Mag. Bd. 73, S. 88, Nr. 277.
'tz Tr verließ Böhmen wohl nicht allein wegen der Verschuldung seines Gutes,sondern auch um seines protestantischen Glaubens willen. Es sei hier angeführt, daßim Zähre 1629 eine Exulantin, Frau Mechtilda Miltizin, „eine von Ndel", inPirna vor dem Lchifftore wohnte und daß Nnna Christine Miltizin, eine adeligeExulantin aus Böhmen, in Pirna 1658/56 ans der Kirchenkasse Nlmosen empfing.Vierteljahrsschrift für Mappen-, Siegel- und Familienkunde XXX (1902), S. 143.
<>) Mende, Ehronik von Seidenberg, 1857, S. 37.
h Kloß a. a. G. Bd. X, v. Miltitz.
h Das Gütchen Mittel - Gerlachsheim bestand aus drei aurgekauften Bauer-gütern und enthielt 6^ Nauchfänge. In seinem Bericht über das Gut an den kjaupt-mann des Fürstentums Görlitz am 27. Februar 1666 schreibt Hansv. Miltitz: . . . „weiln dann nun solch Güttel wegen sothaner desselbigen allzu-schlechten eonctition und darauff hafftenden ziemblichen Beschwehrungen dermaßenim Lande berüchtiget, daß ein jedweder solches zu erkaufsen billich Bedencken traget,indem doch Keinem von Ndel sich darauf zu exhibiren möglichen ist, als bin ich desSinnes, solches an gemeine Bauersleute und zwar ezliche aus dem Königreich Böhmenexulirende Personen, so es mit einander mit denen darauff hafftenden Beschwehrungenan sich zu erkauffen und unter des hochlöblichen Nmbtes Schuz sich zu begeben ge-sonnen sind, zu veralieniren" ... Er bittet um Genehmigung zu diesem Vorhaben.(Lehnsnkten Mittel-Gerlachsheim).
') Kloß a. a. V. Bd. X, v. Miltitz
h Laus. Magazin 1777, S. 53.