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v. Milkau.
milkau, Zauckerode, Gepülzig, weißig, der in kurfürstlich SächsischenKriegsdiensten bis zur würde eines (Obersten emporstieg*). Vieser kaufteim Jahre 1639 von Ernst v. Günderode ein aus drei Vauergüternzusammengesetztes Gut zu Goldbach von Bischofswerda), ver-
äußerte es aber bereits 1644 wieder an den kurfürstlich SächsischenGberstwachtmeister Lhristian Felgenhauer^). Georg Wilhelm d. I. warseit dem Jahre 1646 vermählt mit Agnesa Elisabeth v. Gränsinga. d. k). Döhlen, geboren am ll. Dezember 1632, gestorben am 4. Juni1677. Da seine Ehe mit so vielen Kindern gesegnet war, daß er, wieer schreibt, aus eigenen Mitteln sie nicht lehren könne, „was einemJungen von Adel wohl anstehet", so empfahl auf sein Ansuchen derKurfürst einen seiner Söhne, der wieder die Vornamen Georg Wilhelmführte, am 20. Mai 1663 dem Herzog August von Braunschweig alsPagen und am 10. März 1670 dem Herzog Philipp Ludwig von Holsteinzum Eintritt ins heerh. —
Lin Namensvetter des Besitzers von Goldbach war Georg Wilhelmv. M. auf Dallwitz (bei Großenhain), der am 16. April 1666 von HansWolf v. Funcke dessen Erb- und Allodialgütlein Kolbitz (80 von Hoyers-werda, blO von Königswartha) kaufte, es aber bereits zu Walpurgis1668 an Friedrich Adolph v. haugwitz veräußerte.
Die diesem Georg Wilhelm v. M. gegebene nähere Bezeichnung„aus Dallwitz" läßt die Annahme gerechtfertigt erscheinen, daß mit ihmgemeint ist der Sohn des Hans Georg v. M. auf Dallwitz, gestorbendaselbst am 1. April 1639, und seiner Gattin (Anna) Elisabeth geb.v. Laubenheim auf Dahlen und Neu-Taubenheim. Georg Wilhelm,auch genannt aus Kobershain und Naundorf, vermählte sich zu Skassaam 20. November 1665 mit Anna Margarethe v. Schleinitz aufSkassa. Georg Wilhelms Sohn Georg Job v. M. aus Kobershain, erstAmtshauptmann zu Schlieben und Liebenroerda, dann fürstlich Sächsischer
H Georg Mlhelm v. M. schreibt von Havelberg aus am 16. November 1635an den Nurfürsten von Sachsen . . . „welchermaßen ich meine Zortun unter IhroEhurfl. Durch!. deroseiben höchstlöbliechsten 6rmee wiederumb gerne befördert sehenmochte" und bittet ihm zu verhelfen „zu einer capablen condition über Reuter oderDragoner". 6m 10. 6pril 1661 bittet Georg Wilhelm v. NI. den Nurfürsten, ihn inBetracht seiner langjährigen Dienste entweder zu den Ritterpferden zu versetzen oderihm eine Stelle bei den neu geworbenen Nompagnien anzuweisen. K.-St.-R. Den.Noo. 11348, Nlilkau.
2) Gercken, Historie von Stolpen, 1764, S. 47tH Georg Wilhelm v. NI. schenkte,nachdem 1639 von den Schweden aller Nirchenornat zu Goldbach geraubt wordenwar, der dortigen Nirche „ein von gülden Stück schönes Meßgewand", ließ auch denRltar bekleiden. Heikel, Historische Beschreibung von Bischofsswerda, 1713, S. 59.
3) In dem Empfehlungsschreiben vom 20. Mai 1663 spricht der Nurfürst dieden Dberst Georg Wilhelm v. M. ehrenden Worte aus, er hoffe „es werde der Sohndes Vaters Rusrichtigkeit, Trewe und tapffern Verhalten nachahmen". In dem Schreibenvom 10. März 1670 erwähnt der Nurfürst, der von ihm Empfohlene habe eine Zeitlang in der kurfürstlichen Leibgarde geritten und zugleich als Truchseß aufgewartetund wolle nun unter des Herzogs von Holstein Nommando in kaiserliche Kriegsdienstetreten. H.-St.-6. Gen. Boo. 11348, Nlilkau.